Soziales Kirche möchte in Jugendarbeit investieren

Die evangelische Kirchengemeinde möchte rasch einen Jugendreferenten einstellen.
Die evangelische Kirchengemeinde möchte rasch einen Jugendreferenten einstellen. © Foto: Rudi Weber
Bolheim / Günter Trittner 12.02.2014
Lohnt es sich, in Kinder und Jugendliche zu investieren? Die Antwort des evangelischen Kirchengemeinderats ist eindeutig. Möglichst rasch soll ein Jugendreferent eingestellt werden.

Damit die erwünschte Person, welche in der evangelischen Kirchengemeinde die Angebote für Kinder und Jugendliche vernetzen und Mitarbeiter für Jugendarbeit schulen soll, möglichst bald beginnen kann, muss die 50-Prozent-Stelle sicher finanziert sein. Sehr dankbar ist Pfarrerin Hanna Nicolai, dass der Kirchenbezirk einen Zuschuss geben wird. Und auch der Kirchengemeinderat wird einen Teil der Personalkosten tragen. „Die dritte Säule sind dann aber Spenden.“

Vorerst soll die Stelle des Jugendreferenten befristet auf zwei Jahre besetzt werden. Pfarrerin Nicolai geht von 30 000 Euro Personalkosten jährlich aus. Ideal wäre es für Nicolai, wenn sich Spender fänden, welche über diesen Zeitraum regelmäßig einen fixen Betrag überweisen würden. Dafür hat sich die Pfarrerin ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. 1000 Euro pro Monat sollen auf diese Weise zusammenkommen. „Aber auch einmalige Spenden sind willkommen.“

Für Nicolai soll der Jugendreferent, der selbst nicht als Jugendgruppenleiter tätig werden wird, eine Brücke schlagen zwischen der Konfirmandenzeit und der nachfolgenden Jugendarbeit. Für das Mitwirken am Gemeindeleben möchte man besonders die 13 und 14 Jahre alten Kinder gewinnen. Der Jugendreferent soll deswegen auch im Konfirmandenunterricht mitwirken. In der Gemeinde gibt es bereits Bereiche, in denen sich Jugendliche engagieren. Dazu gehört das Technik-Team, dazu gehört die Vorbereitung der Kinderbibelwoche und des Ferienprogramms. Nicolai kann sich auch ein Trainee-Programm für Sozialkompetenz vorstellen. Keineswegs soll der Jugendreferent ehrenamtlich tätige Mitarbeiter ersetzen.

Möglichst bis April dieses Jahres möchte Pfarrerin Nicolai einen Spenderkreis gebildet haben. Sobald genügend private Spenden zugesagt sind, soll die Ausschreibung erfolgen.

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