Niederstotzingen Niederstotzinger Kinderfest: „Reanimation“ nach 49 Jahren ist gelungen

Dank des guten Wetters fand das Niederstotzinger Kinderfest wie geplant statt. Besonders heiß dürfte es Andreas Windmüller gewesen sein. Der Kinderhausleiter steckte im Bärenkostüm. Weitere Bilder: www.hz.de
Dank des guten Wetters fand das Niederstotzinger Kinderfest wie geplant statt. Besonders heiß dürfte es Andreas Windmüller gewesen sein. Der Kinderhausleiter steckte im Bärenkostüm. Weitere Bilder: www.hz.de © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Niederstotzingen / Klaus-Dieter Kirschner 09.07.2018
Der Auftakt nach der langen Pause ist Auftakt geglückt: Mehr als 500 Niederstotzinger wirkten am Samstag im Steinzeit-Festzug mit.

Strahlende Gesichter wohin man am Samstagnachmittag auch schaute. Und drückende Enge nach dem Festzug auf dem Niederstotzinger Schulhof. Die Wiederbelebung des 1969 zum letzten Mal gefeierten Kinderfestes ist gelungen. Mehr als 1500 Leute säumten die Straßen. Viele Bürger hatten an ihren Häusern die Stadtfarben hinausgehängt und überdies sogar Fähnchen und Girlanden als Fassadenschmuck angebracht.

So freute sich Klein und Groß, Jung und Alt, als sich der farbenfrohe wie auch lange Festzug nach ein paar Böllern unweit der Stadthalle in Bewegung setzte. Nachdem ja im nahen Lonetal die Wiege der Kunst und der Musik zu finden ist, war die Eiszeit – trotz sommerlicher Hitze – das zentrale Thema des Umzugs.

Wohl am meisten geschwitzt hat Andreas Windmüller, der Kinderhausleiter und Vorsitzende der Württemberger Ritter zu Stetten, hatte Rüstung und Pferd gegen das Fell eines Höhlenbären ausgetauscht. Die wohl größte Leistung vollbrachte aber ein Mädchen, das mit Krücken die kilometerlange Festzugstrecke hinter sich brachte und in Bürgermeister Marcus Bremer einen Helfer fand, der sie auf dem Festplatz auf die Bühne hob.

Das Stadtoberhaupt präsentierte mit stolzer Brust: „Niederstotzingen hat sein Kinderfest wieder und wir haben es heute gesehen: Die Bürger wollen das“. Bei Supersommerwetter galt der Dank all denen, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen beigetragen haben.

Etwa zwei berittenen Herolden aus Stetten, die Bereitschaft zeigten, notfalls fürs nächste Kinderfest zu kämpfen. Feine Marschmusik kam von der Stadtkapelle unter Direktor Christoph Hesse, Wanderlieder „schmetterte“ der Liederkranz zu Akkordeonbegleitung. Zudem machten Kinder aus dem Kinderhaus und den Kindergärten, die Grundschulklassen, junge und ältere des TSV und noch viele andere mit und zeigten, wie sie sich heute das Leben in der Steinzeit vorstellten. Die mit starken Kräften vorhandene Rotkreuzbereitschaft zeigte ebenfalls Präsenz, musste aber nicht tätig werden.

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