Abi Keine zweite Abi-Party

Dischingen / MICHAEL BRENDEL 28.02.2014
Aus zwei mach eins: Im Juli steigt nur eine zentrale Abschlussparty für die Abiturienten im Landkreis, und zwar am Härtsfeldsee. Keine Genehmigung gibt's hingegen für ein viertägiges Festival, das ein kommerzieller Veranstalter im Industriepark an der A 7 auf die Beine stellen wollte.
Was gut gemeint war, mündete in einem großen Missverständnis: Nachdem an den Zweckverband Industriepark A 7 Giengen/Herbrechtingen von kommerzieller Seite das Ansinnen herangetragen worden war, unweit des Autobahnanschlusses ein „Abiwood“ getauftes Festival ausrichten zu wollen, gab's nach eingehender Prüfung des Geländes das grundsätzliche Okay (wir berichteten). Die Verantwortlichen waren der Meinung, damit den benötigten Platz für die traditionelle kreisweite Abitur-Fete bereitzustellen.

Dass das mitnichten der Fall war, stellte sich schlagartig heraus, als die vermeintlich heiß ersehnte Botschaft in der Tagespresse erschien und postwendend an den Schulen die Runde machte. In einer Umfrage hatten sich die Abiturienten nämlich längst mit großer Mehrheit für den gleichen Ablauf wie schon 2013 ausgesprochen: Vom 3. bis 5. Juli geht das große Abschiedsfest erneut am Härtsfeldsee bei Dischingen über die Bühne, Veranstalter ist wiederum der FC Härtsfeld.

Aus zwei mach eins

Kein Thema mehr war also eine lediglich kurzzeitig erwogene Zusammenarbeit zwischen dem gewerblichen Organisator und den Abiturienten, wollten diese doch lieber am Bewährten festhalten. Weil er davon nicht in Kenntnis gesetzt war, stellte der Zweckverband des Industrieparks freilich zunächst seine Zustimmung in Aussicht.

Davon hat er jetzt aber Abstand genommen: „Wir waren fälschlicherweise der Meinung, dass es sich um die zentrale Abi-Feier handelt. Weil wir aber natürlich keine Gegenveranstaltung auf den Weg bringen wollen, haben wir jetzt, da wir es besser wissen, dem geplanten Festival im Industriepark eine Absage erteilt“, sagte gestern im Gespräch mit unserer Redaktion der stellvertretende Verbandsvorsitzende, Giengens Oberbürgermeister Gerrit Elser. Ohnehin gehöre es nicht zu den originären Aufgaben des Zweckverbands, geeignete Flächen für Großveranstaltungen anzupreisen.

Elser betonte aber, der Zweckverband habe jederzeit ein offenes Ohr, falls es in den kommenden Jahren einmal an einem geeigneten Veranstaltungsort mangeln sollte: „Die jungen Menschen im Kreis liegen uns natürlich am Herzen, und wir sind selbstverständlich bereit, die Abiturienten bei Bedarf im Rahmen der gewachsenen Strukturen zu unterstützen.“