Unterbringung Keine Probleme bei Asylfrage

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Nattheim / Joelle Reimer 21.02.2014
Im Gemeinderat kam seitens der SPD-Fraktion und den Unabhängigen die Frage nach der Situation der Asylbewerber in Nattheim auf. Bürgermeister Norbert Bereska sieht diesbezüglich keine Probleme, denn im Moment sei nicht mit einer großen Zuweisung an Asylsuchenden zu rechen.

„Unterscheiden muss man zwischen Asylbewerbern, die noch im laufenden Asylverfahren sind und solchen, deren Verfahren beendet wurde“, erläuterte Bereska. Asylbewerber mit Aufenthaltsgestattung, die sich also noch im Asylverfahren befinden, müssten von der Gemeinde vorläufig in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, bis über das Verfahren entschieden wird. Andererseits gebe es in Nattheim auch Asylbewerber, deren Verfahren abgelehnt wurde. Diejenigen müssen in eine Anschlussunterbringung ziehen.

„Bei uns in Nattheim sind das beispielsweise vier Inder, die in einem Haus in der Hauptstraße wohnen“, sagte der Bürgermeister. Alle Unterkünfte aber, die der Kreis in den vergangenen Monaten angemietet habe, seien Gemeinschaftsunterkünfte. „Dort ist der weitaus größere Teil der Personen untergebracht“, sagte Bereska. Als Ersatz für das bisherige Haus in der Hauptstraße 4, das im Zusammenhang mit dem Heilemann-Areal zum Abbruch kommt, ist die Verwaltung momentan wegen der Anmietung oder dem Kauf eines Zweifamilienhauses in Verhandlung.

Betreut werden die Asylbewerber von dem Landratsamt und der Gemeinde. „Unterkunfts- und Nebenkosten trägt das Landratsamt“, so Bereska. An die Gemeinden sei aber ein Pauschalbetrag in Höhe von 125 Euro für jede zugeteilte Person zu leisten.

Die Fraktionen führten weiter an, dass in einigen Gemeinden im Kreis eine besondere Betreuung für die Asylbewerber, insbesondere für Familien und Kinder, geboten werde – beispielsweise über den Arbeitskreis Asyl aus Heidenheim. Und in Nattheim? „Im Moment sind keine Familien oder Kinder in Nattheim untergebracht“, erläuterte Bereska. Es handele sich um Asylanten, mit denen die Gemeinde in regelmäßigem einvernehmlichen Kontakt stehe. „Sprachbarrieren gibt es keine. Ich denke, das ist momentan von beiden Seiten her ausreichend“, sagte Bereska. 

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