Kein grünes Licht für Photovoltaik am Standort Bleiche

Der Regionalverband will die Grünzäsur zwischen Bolheim und Mergelstetten schützen. Eine Freiflächen-Photovoltaikanlage wird nicht erlaubt.
Der Regionalverband will die Grünzäsur zwischen Bolheim und Mergelstetten schützen. Eine Freiflächen-Photovoltaikanlage wird nicht erlaubt. © Foto: Foto: olv
19.03.2012
„Damit ist die Sache erledigt“, meint Bürgermeister Dr. Bernd Sipple. Der Planungsausschuss des Regionalverbands hat sich gegen eine geplante Freiflächen-Photovoltaik-Anlage zwischen Bolheim und Mergelstetten ausgesprochen.

Zweimal bereits war das Umfeld einer stillgelegten Gärtnerei an der Bahnlinie für den Bau einer Photovoltaik-Anlage von potenziellen Betreibern ausgeschaut worden. Ein erstes Baugesuch war bei der Stadtverwaltung im Februar 2009 eingegangen, am 2. Februar dieses Jahres stellte nun eine Bolheimer Firma erneut einen Bauantrag.

Dieser stieß im Planungsausschuss des Regionalverbands bei seiner Tagung in Oberkochen aber auf keine Gegenliebe. Die Stellungnahme des Ausschusses zum Bebauungsplan „Bleiche“ war negativ.

„Da sind größte Bedenken angebracht“, meinte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Landrat Klaus Pavel betreffs der in der Talaue auf einer Fläche von gut einem Hektar geplanten Anlage. Pavel wies darauf hin, dass dabei wertvolle landwirtschaftliche Produktionsflächen verloren gingen. In der summarischen Prüfung sei festzustellen, dass es auf Gemarkung Herbrechtingen geeignetere Flächen für die Nutzung der Sonnenenergie gebe als beim vorgesehenen Standort. „Wir können das nicht mittragen, die regionalplanerische Grünzäsur ist von diesem Eingriff freizuhalten“, meldete sich Niederstotzingens Bürgermeister Gerhard Kieninger zu Wort. Die Stadt Herbrechtingen habe bei den Ablehnung des Baugesuchs den Schwarzen Peter wohl auf den Regionalverband abschieben wollen, meinte Heidenheims Bürgermeister Rainer Domberg.