Herbrechtingen Kämpfen, tanzen, schmausen beim Mittelaltermarkt

Die Schaukämpfe der Württemberger Ritter im Klosterhof kamen bei den Besuchern, die lautstark anfeuerten, gut an. Eine Bildergalerie vom Mittelaltermarkt gibt es unter www.hz.de
Die Schaukämpfe der Württemberger Ritter im Klosterhof kamen bei den Besuchern, die lautstark anfeuerten, gut an. Eine Bildergalerie vom Mittelaltermarkt gibt es unter www.hz.de © Foto: Sabrina Balzer
Herbrechtingen / Elena Kretschmer 19.06.2018
Rund 1000 Besucher waren am Wochenende bei den Rittern und Gauklern im Herbrechtinger Klosterhof zu Gast.

Winkend und tanzend, begleitet vom Fanfarenzug Dischingen, marschierten die Akteure des Mittelaltermarktes am Sonntagmittag im Rahmen ihres Festzugs im Klosterhof ein. Nachdem die Hilares Saltatores aus Herbrechtingen das Tanzbein geschwungen hatten, waren die Württemberger Ritter an der Reihe. „Blut wollen wir sehen!“, forderte eine Stimme aus dem Publikum. „Nein, es sind Kinder anwesend“, entgegnete einer der Ritter bestimmt. Und schon wurden wilde Schau-Zweikämpfe mit Schwertern, Äxten und Hämmern ausgetragen.

Mit dem diesjährigen mittelalterlichen Spektakel hat Organisatorin Karin Bay das halbe Dutzend voll gemacht. Ihr Resümee: „Der Samstag war besser als der Sonntag. Da war's ab halb fünf wie leergefegt, weil alle das Fußballspiel sehen wollten.“ Dennoch war sie mit den geschätzten 1000 Besuchern sehr zufrieden. „Von den Ständen her war's noch schöner als letztes Jahr und der Programmablauf hat auch gepasst.“

Verletzte Organisatorin

Einziger Wermutstropfen: Bereits beim Aufbau verletzte sich die Organisatorin. „Ich bin am Freitag so unglücklich gestolpert, dass ich mir in zwei Fingern die Bänder gerissen hab. Aber den Kassendienst hab ich trotzdem gemacht“, so Bay. Die Besucher konnten sich heuer beim Mäuseroulette versuchen und Met verkosten. Außerdem gab's Einhornflaum, gemeinhin auch unter dem Begriff Zuckerwatte bekannt, verschiedenste Variationen an Schupfnudeln und Fleischlappen.

Kinder konnten sich schminken lassen, das Bogen- und Armbrustschießen probieren, sich gegenseitig vom Schlagbalken bugsieren und beim Ringewerfen sogar eine Urkunde abstauben. Die Lageristengruppen ermöglichten Interessierten einen Einblick ins mittelalterliche Leben.

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