Eglingen Jahreskonzert: Ihre Majestät wäre „very amused“

In der vollbesetzten Festhalle gestaltete der Musikverein Eglingen sein Jahreskonzert, wobei Kompositionen sinfonischer Blasmusik aufgeführt wurden.
In der vollbesetzten Festhalle gestaltete der Musikverein Eglingen sein Jahreskonzert, wobei Kompositionen sinfonischer Blasmusik aufgeführt wurden. © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Eglingen / Klaus-Dieter Kirschner 03.12.2018
Der Musikverein Eglingen konnte am Samstagabend mit sinfonischer Blasmusik überzeugen.

Mit seinem Jahreskonzert hat der heuer 35 Jahre alt gewordene Musikverein Eglingen am Samstag in der vollbesetzten Gemeindehalle einen Volltreffer gelandet. In mehrmonatiger Probenarbeit waren Musikstücke erarbeitet worden, die sehr wohl als Herausforderung anzusehen waren und die die 34 Musikanten unter ihrem Dirigenten Helmut Straub bravourös meisterten.

Höhepunkt des Abends war der Konzertmarsch „Pomp and Circumstance“, der mit so viel Hingabe aufgeführt wurde, dass Königin Elisabeth, wäre sie denn unter den Zuhörern gewesen, wahrlich begeistert geklatscht hätte.

Sinfonische Blasmusik statt volkstümlicher Tonschöpfungen

Auffällig bei dem Konzert war einmal mehr, dass sich Helmut Straub auf sinfonische Blasmusik festgelegt und damit auf Polka und andere volkstümliche Tonschöpfungen verzichtet hatte. Dafür ist sonst das Jahr über Gelegenheit, diese unterhaltsame Musikrichtung zu pflegen.

Mit der „Appalachian-Ouvertüre“ eröffnete die aktive Kapelle ihren Auftritt und erinnerte damit zugleich, an die reiche Flora und Fauna in den Wäldern, die doch durch Klimawandel ziemlich bedroht sind. Aus der Feder des legendären Blasmusikkomponisten Haase-Altendorf folgte die „Florian-Geyer-Suite“ in drei Sätzen, die jeweils mit kurzen Erläuterungen und dem Verweis auf die Geschichte des Bauernkriegs vorgestellt wurden.

Dirigent seit mehr als zehn Jahren

Nach der Pause klang der Musikverein zunächst wie eine Beduinenkapelle bei der Aufführung „Selections from Aladdin“, wie sie John Moss arrangiert hatte. Bei der Gelegenheit dankte Vorsitzender Martin Palatzky mit einem großen Foto dem Dirigenten, dass er seit nunmehr zehn Jahren in Eglingen wirkt und dabei auch Ideen für eine erfolgreiche Jugendarbeit hat.

Es folgten noch drei Zugaben: „Washington Post“, der „Mars de Medici“ (bei dem die Lyra geschlagen wurde) und Ernst Übels „Jubelklänge“.

Spaß am Zuhören hatten die Besucher auch zu Anfang des Abends, bei den Auftritten der Jugendkapelle, die abwechselnd von Carolin Beißl und Hannah Engel dirigiert wurde.

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