Itzelberg Itzelberger Schrankenwärter-Häuschen wird versteigert

Soll nun Ende Juni versteigert werden: das ehemalige Schrankenwärterhäuschen am Bahnübergang in Itzelberg.
Soll nun Ende Juni versteigert werden: das ehemalige Schrankenwärterhäuschen am Bahnübergang in Itzelberg. © Foto: Sabrina Balzer
Itzelberg / Laura Strahl 19.06.2018
In Berlin soll am 29. Juni das Gebäude der Deutschen Bahn versteigert werden. Die Gemeinde Königsbronn hat an dem Grundstück kein Interesse.

Der letzte Schrankenwärter am Itzelberger Bahnübergang hat schon vor Jahren seine Koffer gepackt. Das Gebäude an der Brückenstraße, von dem aus der Schrankendienst bis dahin geleistet wurde, steht seither leer. Ende Juni könnte sich das ändern. Denn: Die Deutsche Bahn will das 175 Quadratmeter große Grundstück verkaufen. Bei einer Versteigerung des Berliner Auktionshauses soll die Fläche am Freitag, 29. Juni, unter den Hammer kommen.

Mindestens 18 000 Euro (zuzüglich Courtage) sollen für das Grundstück erzielt werden. Tatsächlich rechnet leitender Auktionator Matthias Knake aber mit einer höheren Summe. Eine genaue Prognose könne er zwar nicht abgeben, von 25 000 oder gar 30 000 Euro könne man je nach „Performance der Auktion“ aber schon ausgehen. Man habe das Angebot zusammen mit den 38 anderen Objekten, die an diesem Tag versteigert werden sollen, an bundesweit 35 000 Kunden versendet – und bisher 25 Anfragen zum Itzelberger Schrankenwärterhäuschen erhalten. Einige Wochen vor dem Versteigerungstermin, so Knake, sei das „völlig in Ordnung“.

18.000 Euro statt 9999 Euro

Dass die Deutsche Bahn bereits ein Jahr lang versucht hat, das Holzhäuschen über das Internetportal Immobilien-Scout 24 zu verkaufen? Für die Hälfte des jetzt angesetzten Preises, also gerade mal 9999 Euro? Und das ohne Erfolg? Aus Knakes Sicht kein Problem: „Meistens erzielen wir wesentlich mehr als die Bahn.“ Und zwar einerseits deshalb, weil der Kundenstamm des Auktionshauses so groß sei. Und andererseits weil die Kunden bereits Erfahrung im Kauf von Bahn-Immobilien hätten. „Es ist in Baden-Württemberg noch nie vorgekommen, dass wir ein Bahnobjekt nicht versteigern konnten“, zeigt sich Knake sicher. Ob dieser Satz allerdings auch nach dem 29. Juli noch Gültigkeit haben wird? Das soll am Auktionstag gegen 18/19 Uhr feststehen.

Etwas anderes steht bereits jetzt fest: Die Gemeinde Königsbronn wird sich an der Auktion nicht beteiligen. Zwar hatte Bürgermeister Michael Stütz vor gut einem Jahr angekündigt, prüfen zu wollen, ob sich der Erwerb lohnen könnte. Nun ist man sich sicher: „Es macht wenig Sinn, das Grundstück zu kaufen“, sagt Sachbearbeiter Dietmar Komposch. Da sich die Bahn für den Fall des zweigleisigen Ausbaus der Brenzbahn ein Rückkaufrecht gesichert hat, könne man das Grundstück nicht so nutzen wie gewünscht. Komposch: „Das ist eine ziemliche Belastung für jeden Erwerber.“

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