Entwicklung Ist die Sanierung der Hauptstraße bis 2016 zu schaffen?

Die Hauptstraße in Sontheim an der Brenz.
Die Hauptstraße in Sontheim an der Brenz. © Foto: kdk
Sontheim/Brenz / Klaus-Dieter Kirschner 09.05.2013
Seit 2005 gibt es das Sanierungsgebiet Hauptstraße. Doch viel hat sich bisher dort nicht getan. Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, das Sanierungsgebiet bis zur Niederstotzinger Straße zu erweitern. Bis Ende 2015 aber muss baulich alles abgeschlossen sein.

Das ist ein ehrgeiziges Ziel, wie von verschiedenen Seiten in die Debatte geworfen wurde. Bürgermeister Matthias Kraut konnte aber nicht anders, als mehrfach zu betonen, dass eine abermalige Verlängerung der Sanierungssatzung seitens der Zuschussgeber nicht mehr zugestanden werde. Die Sanierung werde im vereinfachten Verfahren durchgezogen. Die förmliche Abgrenzung des Sanierungsgebiets auf den Abschnitt der Hauptstraße zwischen Niederstotzinger Straße und Heinrich-Röhm-Straße ist beabsichtigt. Bislang war nur der Bereich zwischen der Einmündung der Krämergasse und der Heinrich-Röhm-Straße als Gebiet zur Überplanung im Blick.

Es mache sehr wohl Sinn, jenes kurze Stück Hauptstraße zwischen Krämergasse und Niederstotzinger Straße dazu zunehmen, sagte Monika Schneider vom Bauamt.

Zuschüsse wurden gestrichen

Auf die Frage von Vizebürgermeister Hans Honold (FWV), warum man nicht die Hauptstraße bis zum Abzweig der Gundelfinger Straße ebenfalls auf Vordermann bringen wolle, kam die Antwort: „Das hat finanzielle Gründe. Uns wurde das große Programm aus Zuschussgründen durch das Regierungspräsidium zusammengestrichen. Wir würden also die Grenze der Fördergelder überschreiten.“

„Je mehr ins Sanierungsgebiet aufgenommen wird, um so weniger Zuschuss bekommen wir und um so mehr müssen wir als Gemeinde Geld bereitstellen“, betonte Bürgermeister Kraut. Es gehe weniger um den Ausbau der Hauptstraße, als um die Neugestaltung des Umfelds: Stellplätze für parkende Fahrzeuge, neue Straßenbeleuchtung und sicher auch Baumpflanzungen.

Den Blick in die Zukunft richtete SPD-Fraktionschef Reiner Lindenmayer: Wenn die Osttangente unter Verkehr sei, werde viel Schwerverkehr von der Hauptstraße abgezogen. Sie ist aktuell noch Kreisstraße. Eigentlich müsse auch der südliche Teil der Hauptstraße modernisiert werden. Dies befürwortete auch Hans Honold. Bürgermeister Kraut bestätigte, dass wegen der Hauptstraße mit dem Landkreis Verhandlungen geführt werden müssten. Vorgefühlt habe man in der Sache schon.

Über Kosten erst reden, wenn Zahlen auf dem Tisch liegen

Weitere Wortmeldungen kamen von Bernd Moser (CDU), Manfred Heli (SPD) und Heinz Mack (FWV). Letzterer wehrte sich, dass „jetzt auf einmal die Sanierung wieder in Frage gestellt werden soll“. Über die Kosten rede man besser erst, „wenn konkrete Zahlen auf dem Tisch liegen und wenn die Höhe der Zuschüsse geklärt ist“.

Der Gemeinderat billigte die Neuabgrenzung des Sanierungsgebiets und befasste sich anschließend mit dem Thema „Umsetzung der Bauarbeiten in den Jahren 2014 und 2015“. Erwin Resch (SPD) sorgte sich: „Wie wollen wir das in diesem beiden Jahren finanziell stemmen? Mit dem Abwasserkanal kostet das doch zwei Millionen Euro.“ Hans Honold (FWV) sprach von spürbarer Kritik aus der Bevölkerung. Man verweise auf Hermaringen und Niederstotzingen und die dort erfolgte Neugestaltung der Ortsdurchfahrt.

Nach weiteren Wortmeldungen beschloss der Gemeinderat einstimmig die Vergabe der Ingenieurleistungen an das Planungsbüro Gansloser. Dabei geht es um die stufenweise Entwurfsplanung zur Umgestaltung der Hauptstraße. Außerdem soll die Gemeinde entsprechende Verhandlungen mit dem Landkreis als Straßenlastträger aufnehmen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel