Gerstetten / Elisabet Ablasser Der Geislinger Krimiautor Manfred Bomm gab in Gerstetten Einblicke in sein neues Buch „Blumenrausch“.

Krimiautor Manfred Bomm hat einen Krimi zur Bundesgartenschau mit dem Titel „Blumenrausch“ geschrieben, auf den er kürzlich im voll besetzten Gerstetter Stucksaal aufmerksam machte. Bereits zum vierten Mal gastierte Bomm in Gerstetten. Inzwischen ist es sein 19. Krimi, und die zweistündige Lesung entpuppte sich tatsächlich als spannende Angelegenheit für die Besucher.

Zum einen, weil er bei seinen Auftritten auch gedankliche Exkursionen in die aktuellen Themen der Politik unternimmt und in höchsten Tönen von der Schwäbischen Alb schwärmt. Regionale Geschichten baut er gerne ein, und Vergangenes trifft dabei auf Gegenwart.

Blumen und Mord – das mag zunächst nicht zusammenpassen. Doch in Bomms Geschichte gibt es eine Leiche auf der Bundesgartenschau, und so führt er seine Leser auf 580 Seiten kreuz und quer durch Heilbronn. Auch das Gartenschaugelände hat sich der Autor im Vorfeld genau angeschaut, schließlich musste er dort gedanklich eine Leiche platzieren. Zu Tode kommt im Buch eine Wissenschaftlerin aus Ulm, die zur Erforschung des Klimawandels einen Minisatelliten entwickelt. Astronaut Alexander Gerst soll ihn zur Raumstation ISS mitnehmen. Ein dubioser Amerikaner will dies verhindern. Am Tag des Raketenstarts geschieht der Mord. Ein finanziell angeschlagener Gärtner aus Geislingen spielt auch eine große Rolle. Er soll ein Grab für den Schaufriedhof auf der Bundesgartenschau anlegen. Ist etwa der Gärtner der Mörder? Und da ist ja noch eine Frau aus Münsingen, die ins Rotlichtmilieu verstrickt ist und plötzlich spurlos verschwunden ist. Kommissar Häberle aus Göppingen soll helfen, den Fall aufzuklären.

Bomm versorgt seine Zuhörer ganz nebenbei mit Hintergrundwissen. Besonders viel liest er eigentlich nicht aus seinem Buch, nur einzelne Abschnitte; und oft hält er kurz inne und hängt zur Freude der Zuhörer eigenen Gedanken nach. Er macht auf die zubetonierten Vorgärten genauso aufmerksam wie auf die lauten Laubbläser und all die Satiresendungen und ihren versteckten Wahrheiten.

Und auch wenn die Bundesgartenschau dem Geislinger Krimiautor als Tatort dient, macht das Buch doch neugierig auf die Umgebung, in der der Krimi spielt.