Niederstotzingen In Niederstotzingen sprudeln die Steuerquellen

Niederstotzingen / Klaus Dammann 04.09.2018
Die Kämmerei erwartet eine finanzielle Verbesserung um 326 000 Euro.

Das erste Halbjahr 2018 ist seit ein paar Wochen vorbei – im Gemeinderat war daher ein Zwischenbericht zur Haushaltssituation zu hören. Eine Reihe von Änderungen gegenüber dem Haushaltsplan hätten sich ergeben, so Bürgermeister Marcus Bremer.

Auf die wesentlichen Zahlen ging dann Kämmerer Thorsten Renner ein. So würde im Ergebnishaushalt der Ertrag aus der Gewerbesteuer mit jetzt prognostizierten 1,7 Millionen Euro um 500 000 Euro höher ausfallen als zuvor im Plan eingestellt. Auch beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer geht Renner von Mehrerträgen in Höhe von 149 000 Euro aus. Dem stehe aber auch eine um 95 200 Euro höhere Gewerbesteuerumlage entgegen. Und in der Wasserversorgung falle der Aufwand 35 000 Euro größer aus. Insgesamt stehe der Ergebnishaushalt nach jetziger Berechnung mit Mehrerträgen von 546 500 Euro da, so Renner.

Beim Finanzhaushalt würden bei den Auszahlungen 355 500 Euro mehr erwartet für den zusätzlichen Grunderwerb zur Schaffung von Bauplätzen. Niedriger als geplant lägen unter anderem die Positionen für das Interaktionsorientierte Informationssystem im Lonetal (durch Verschiebung nach 2019 um 110 000 Euro weniger) und die Sammelkläranlage (durch Wegfall des Denitrifikationsbeckens um 100 000 Euro geringer). Allerdings würden auch die Einzahlungen schrumpfen. So würden jetzt 71 000 Euro weniger kalkuliert beim Verkauf von Bauplätzen. Ursächlich für die Verschiebung des Infosystems im Lonetal auf 2019 ist die einjährige Verschiebung des Zuschusses dafür in Höhe von 75 000 Euro, was ebenfalls entsprechende Wenigereinzahlungen bedeute.

Somit läge der Finanzhaushalt aktuell um 220 500 Euro schlechter als geplant.

Insgesamt verbessere sich der Finanzierungsmittelbestand im Finanzhaushalt um 326 000 Euro. Aus diesem Grund müsse weniger Geld aus den liquiden Mitteln entnommen werden. Möglicherweise könne die Stadt sogar ohne Kreditaufnahme auskommen. Einige nicht vorzunehmende Investitionen ständen dann aber 2019 an. Es gelte, Rücklagen zu bilden, da sich die höhere Gewerbesteuer später auf den Finanzausgleich auswirken werde, sagte der Kämmerer. Stadträtin Sylvia Bader erkundigte sich, wieviel Rückstellung aus den Mehrerträgen gebildet werden solle. Rund 80 Prozent, antwortete Renner. Von einer „sehr erfreulichen Entwicklung“ für den städtischen Haushalt sprach Stadtrat Theodor Feil.

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