Kreis Heidenheim Im Internet wird vor Blitzern gewarnt

Kreis Heidenheim / Nadine Rau 11.07.2018
In mehreren Gruppen auf Facebook teilt man die Standorte der Blitzer.

Wer beim Autofahren Radio hört und etwas Glück hat, erfährt noch rechtzeitig von einer Messstelle, ehe er geblitzt wird. Manchmal hilft auch die Lichthupe eines entgegenkommenden Fahrers. Mittlerweile aber gibt es noch andere Mittel, um sich vor Blitzern zu warnen – und zwar übers Internet.

In Facebook findet man etwa die Seite „Achtung: Blitzer im Kreis Heidenheim“ und die geschlossene Gruppe „Blitzer Kreis Heidenheim“, der man beitreten kann. Mehrere Tausend Nutzer sind dort aktiv. Claudia Anlauf hat die erste der beiden Seiten ins Leben gerufen. Ihr Mann ist Fahrlehrer und daher viel auf den Straßen unterwegs und das Radio ist in ihren Augen nicht mehr zeitgemäß. Was aber motiviert sie für die Blitzer-Seite?

„Seite als Prävention“

„Ich werde oft gefragt, ob das die Sicherheit nicht gefährdet, wenn ich vor Blitzern warne. Ich finde, das Gegenteil ist der Fall. Ich sehe die Seite als Prävention und wer sich trotz Vorschriften und Warnungen wie auf der Seite nicht vom Rasen abhalten lässt, hat das auch verdient und zahlt sein Lehrgeld.“

Auf die Idee mit der Seite kam Anlauf über einen Zeitungsartikel, der über Gruppen in Stuttgart berichtet hatte. Sie persönlich würde mehr stationäre Blitzer an Kindergärten und Schulen begrüßen.

Die Bediensteten vom Landratsamt kennen die Gruppen und sind teilweise selbst darin. Aus den Facebook-Gruppen sind bereits What's-App-Gruppen mit mehreren Hundert Nutzern entstanden. Abgebaut wird ein Blitzer aber nicht, wenn er in einer Gruppe angekommen ist. „Die Leute können soviel gewarnt werden, wie sie wollen – sie fahren trotzdem rein“, sagt ein Mitarbeiter des Außendienstes.

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