Hilfe Im Aufwind: Viele Einsätze für Helfer vor Ort

Bereitschaftsleiter Torsten Schäch (rechts) dankte bei der Hauptversammlung der DRK-Bereitschaft Mathias Brodbeck mit einem großen Geschenkkorb für fast 20 Jahre als Schatzmeister des Roten Kreuzes in Söhnstetten. Brodbeck musste aus dem Ehrenamt ausscheiden, nach dem er zu Jahresbeginn neuer Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbands geworden war.
Bereitschaftsleiter Torsten Schäch (rechts) dankte bei der Hauptversammlung der DRK-Bereitschaft Mathias Brodbeck mit einem großen Geschenkkorb für fast 20 Jahre als Schatzmeister des Roten Kreuzes in Söhnstetten. Brodbeck musste aus dem Ehrenamt ausscheiden, nach dem er zu Jahresbeginn neuer Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbands geworden war. © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Söhnstetten / Klaus-Dieter Kirschner 08.03.2015
Klein, aber oho: Auf diesen Nenner brachte Bürgermeister Olaf Bernauer seine höchste Anerkennung für die Helfer vor Ort des Roten Kreuzes in Steinheim. Im ersten halben Jahr nach dem offiziellen Start wurden 99 Einsätze registriert und damit die Hilfsfrist bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst verkürzt.

Im vollbesetzten Gasthaus „Hirsch“ hielten die Bereitschaften gemeinsame Hauptversammlung. In deren Zentrum wählten die Söhnstetter Rotkreuzler Andreas Maurer zum neuen Schatzmeister und damit zum Nachfolger von Mathias Brodbeck, der als neuer Kreisgeschäftsführer des DRK sein Ehrenamt abgeben musste und mit einem Geschenkkorb verabschiedet wurde.

Die Bereitschaft Söhnstetten umfasst 31 Helfer, darunter elf Frauen. Insgesamt 1598 Dienststunden wurden geleistet. Bereitschaftsleiter Torsten Schäch sprach von drei Blutspendeterminen in Steinheim und Söhnstetten, bei denen 561 Blutkonserven gewonnen wurden. Insgesamt waren es 722 Blutspender Darin enthalten sind 14 Erstspender. Bei zwölf Dienstabenden wurde Ausbildung betrieben und bei verschiedenen Anlässen – sogar auch in Heidenheim – der Sanitätsdienst bei Veranstaltungen übernommen.

Die Söhnstetter Helfer-vor-Ort-Gruppe rückte zu 38 Ernstfällen aus und notierte 81 Einsatzstunden. Die HvO-Steinheim wurde 122 innerhalb von sechs Monaten alarmiert und rückte 99-mal aus. Die Einsatzdauer lag bei 50 Stunden. Diese Zahlen nannte Bereitschaftsleiterin Rosalia Tietböhl.

Die Bereitschaft Steinheim umfasst 15 Mitglieder und war 2014 2777 Stunden gefordert. Froh ist man über den Mannschaftswagen, den der Katastrophenschutz zur Verfügung stellte. In der ehemaligen Bäckerei Nissle richtet das DRK jetzt eigene Räume ein, die mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht werden.

Simon Höret gab Bericht über das im Aufbau befindliche Jugendrotkreuz. Ihm gehören elf Mitglieder an. Drei neue waren dazugestoßen. Sie alle erleben das Rote Kreuz und machten eine Exkursion zur Berufsfeuerwehr in Ulm und zur dortigen regionalen Leitstelle.

Die Finanzberichte der Schatzmeister Alois Bainder (Steinheim) und Mathias Brodbeck (Söhnstetten) offenbarte teils kostspielige Investitionen in Einsatzrucksäcke, beim Kauf weiterer Frühdefibrillatoren für die Helfer vor Ort und bei der Ergänzung der persönlichen Ausrüstung und Einsatzkleidung. Bei seinem Abschied erwähnte Brodbeck, dass in seinen rund 20 Jahren als Kassierer 61 000 Euro für die Bereitschaft Söhnstetten ausgegeben wurden und damit wesentlich die Hilfe am Mitmenschen optimiert werden konnte.

In seiner Eigenschaft als Kreisgeschäftsführer nahm Mathias Brodbeck die Ehrung von Vanessa Haluk und Patrick Friz für jeweils fünf Dienstjahre vor.

Bürgermeister Olaf Bernauer zog den Hut vor all der am Freitagabend deutlich gewordenen Arbeit: “Sie ist toll und klasse.“ Ein dickes Lob galt dem, was sich in beiden Bereitschaften entwickelt hat.

„Die Nachwuchsarbeit ist das A und O, um auch in Zukunft noch genug Mitstreiterin den Bereitschaften zu haben“, begann Brodbeck sein Grußwort seitens des DRK-Kreisverbandes. Eine gute Basis schaffe man mit dem Schulsanitätsdienst. Im Blick auf die HvO-Arbeit hatte Brodbeck eine interessante Entwicklung festgestellt. Mit 233 Einsätzen liege Königsbronn einsam an der Spitze. Rechne man die 99 Einsätze in Steinheim auf ein ganzes Jahr hoch, komme man auf 180. Damit sei Steinheim unangefochten auf dem zweiten Tabellenplatz. In Erwartung der Zuweisung einer großen Zahl von Flüchtlingen und Asylanten wurde die volle Unterstützung zugesichert. Die Hilfe gehöre jedoch koordiniert, denn man könne hier ganz schön viel falsch machen, mahnte Brodbeck.

Für die Feuerwehren sprach Kommandant Uli Weiler seinen Dank und auch seinen Respekt für die geleistete Arbeit aus und freute sich auf weitere Zusammenarbeit bei großen Übungen oder aber im Ernstfall, wenn zum Beispiel die Helfer-vor-Ort bei Verkehrsunfällen zu Hilfe kommen.

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