Betreuung Höhere Kita-Gebühren erst ab September

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KLAUS DAMMANN 13.06.2014
Wenn es nach den Vorstellungen der Stadt gegangen wäre, würden die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in den beiden Kinderhäusern schon zum Juli deutlich steigen. Auf Wunsch der Träger ist dies nun aber erst zum neuen Kindergartenjahr der Fall.

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung im Februar für die Villa Kaleidos und das Familienzentrum St. Anna folgende künftigen Monatsgebühren beschlossen, bei denen aus einer Familie die Kinder berücksichtigt werden, die eine städtische Betreuungseinrichtung besuchen:

jeweils für das erste Kind in einer Regelgruppe 105 statt bisher 99 Euro (zweites Kind 80 Euro, drittes Kind 54 Euro, viertes Kind 0 Euro) 

in einer Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit 155 statt bisher 150 Euro (weitere Kinder 119/84/0 Euro)

in einer Ganztagesgruppe mit acht Stunden 170 statt bisher 160 Euro (132/91/0 Euro)

in einer Ganztagesgruppe mit elf Stunden 230 statt bisher 220 Euro (184/151/0 Euro)

in einer Krippengruppe bis sieben Stunden 272,50 statt bisher 186 Euro (245/190/0 Euro)

in einer Krippengruppe bis zehn Stunden 355 statt bisher 286 Euro (320/247/0 Euro)

bei Hortkindern/Hausaufgabenbetreuung 155,50 statt bisher 125 Euro (135/90/0 Euro).

Weiter entschieden sich die Stadträte für eine Anpassung der monatlichen Essensgebühr in den beiden Einrichtungen von 50 auf 55 Euro je Kind.

Eine Stellungnahme der Träger der Einrichtungen – die evangelische Kirchengemeinde für die Villa Kaleidos und die katholische Kirchengemeinde für das Familienzentrum – zu den beschlossenen Anhebungen hatte bislang ausgestanden, wurde aber jetzt in der Sitzung des Gemeinderats vorgelegt. In der gemeinsamen Darstellung beider Träger wurde den neuen Gebührensätzen zugestimmt, allerdings erst zum im September beginnenden neuen Kindergartenjahr. Gleichzeitig plädierten die Kirchengemeinden dafür, die Staffelung der Gebühren familienbezogen statt einrichtungsbezogen auszurichten, ohne Ein- und Zwei-Kind-Familien bei der Staffelung zu benachteiligen.

Durch die Einführung der höheren Gebühren im September statt im Juli ergebe sich für die Stadt ein einmonatiger Ausfall, so Bürgermeister Gerhard Kieninger. Für den Ferienmonat August werden ohnehin keine Elternbeiträge erhoben. Der spätere Termin bedinge eine fünfstellige Einbuße.

Zu einer familienbezogenen Staffelung sagte der Schultes, dass es so nicht gehe. Wenn das dritte und vierte Kind freigestellt würden, müsse die Gebühr bei den ersten und zweiten Kindern angehoben werden. Im anderen Fall gehe es zu Lasten des städtischen Haushalts. Kieninger: „Dazu sage ich nein.“

Der Aspekt einer Familien- oder Einrichtungsbezogenheit solle mit dem künftigen Gemeinderat diskutiert werden, meinte der ausscheidende Stadtrat Günter Mayr. Es gelte aber, sich Gedanken zu machen, wie man Familien entgegenkommen könne.

Das Gespräch werde offen und konstruktiv geführt, um eine stimmige Lösung zu finden, sagte der Bürgermeister. Der Einführung der neuen Gebühren zum September 2014 stimmte das Gremium abschließend zu.