Dischingen / HZ

Bereits 2017 sei festgestellt worden, dass vermutlich Oberflächenwasser in den Rohrkeller des Hochbehälters eindringt und dort Schäden verursacht, wurde in der Verbandsversammlung der Egaugruppe Dischingen in Erinnerung gerufen. Man habe ein Sachverständigenbüro beauftragt, die Ursache dafür zu untersuchen und so sei im vorigen Jahr die Behälterdecke an einem Punkt freigelegt worden. Dabei habe sich der Verdacht bestätigt, dass die Behälterabdeckung nicht mehr vollständig in Ordnung ist. Bei einer Besichtigung der Behälterkammern sei zudem festgestellt worden, dass die Beschichtung einer Kammer schadhaft ist, im Moment jedoch keine hygienischen Probleme beständen.

Nun solle geprüft werden, in welchem Umfang eine Sanierung der Behälterdecke und der Beschichtung der Kammer in Frage kommt oder ob sogar ein Behälterneubau in Betracht gezogen werden muss. Aufschluss könne nur eine Kostenvergleichsberechnung geben, die von der Verwaltung in Auftrag gegeben werden soll. In den Wirtschaftsplan 2019 der Egaugruppe werden deshalb entsprechende Planungskosten eingestellt.

Bei den anstehenden Wahlen des Zweckverbands wurde der bisherige Amtsinhaber, Bernd Schweda, einstimmig für weitere fünf Jahre als Verbandrechner und Schriftführer bestätigt. Als sein Stellvertreter wurde der Kassenverwalter der Gemeinde Dischingen, Markus Voitl, einstimmig für fünf Jahre gewählt.

Schweda stellte auch den Jahresabschluss 2017 vor, der von der Verbandsversammlung mit einer Bilanzsumme von 1,04 Millionen Euro einstimmig gebilligt wurde. Das Stammkapital beträgt 400 000 Euro. Im Jahr 2017 wurden von der Landeswasserversorgung aus dem Egauwasserwerk Dischingen 306 047 Kubikmeter Trinkwasser bezogen und davon 289 210 Kubikmeter an die Mitgliedsgemeinden weitergeleitet. Der Preis je Kubikmeter geliefertem Trinkwasser lag bei einem Euro.

Der Wirtschaftsplan 2019

In Bezug auf den Wirtschaftsplan für 2019 sagte der Verbandsrechner, dass der Planansatz im Erfolgsplan bei 273 274 Euro liegt. Von den Verbandsmitgliedern würden je Kubikmeter geliefertem Trinkwasser 90 Cent als Vorausleistung erhoben. Der Planansatz im Vermögensplan liege bei 237 741 Euro. Darin seien die Planungskosten für die Sanierung des Hochbehälters Frickingen in Höhe von 50 811 Euro und Aufwendungen für die Erneuerung der maschinellen und elektrotechnischen Einrichtungen im Hochbehälter Kellerberg in Dischingen in Höhe von 75 000 Euro enthalten. Diese Investitionskosten würden neben dem Ausgleich des Finanzierungsfehlbetrages von 51 930 Euro über eine Kreditaufnahme von 177 741 Euro abgedeckt. Der vorgestellte Wirtschaftsplan wurde einstimmig gebilligt.

Seit 1998 hat die Landeswasserversorgung die technische Betriebsführung für den Zweckverband Egaugruppe übernommen. 2018 hätten sechs Betriebsstörungen und ein Rohrschaden behoben werden müssen. Des Weiteren seien die nach Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen mikrobiologischen Untersuchungen erfolgt, die zu keinen Beanstandungen geführt hätten.

Bei der Überprüfung der Wasserversorgungsanlagen der Egaugruppe – vor allem der Hochbehälter Kellerberg, Katzenstein, Eglingen und Frickingen – durch das Landratsamt seien keine Beanstandungen festgestellt worden.

Der Verbandsvorsitzende, Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl, verabschiedete im Anschluss den bisherigen zweiten stellvertretenden Vorsitzenden, den Neresheimer Bürgermeister a. D. Gerd Dannenmann. Jakl würdigte das Engagement Dannenmanns, der das Amt bereits seit April 1995 innehatte. In Dannenmanns Amtszeit wurden unter anderem die Planungen für den Neubau des Hochbehälters Englischer Wald vorangetrieben und alle Leitungsnetze einer umfassenden Rohrnetzanalyse unterzogen. Während seiner Tätigkeit im Zweckverband Egaugruppe hätten trotz großer Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen die Schulden um über eine halbe Million Euro auf aktuell 350 000 Euro reduziert werden können.