Herbrechtingen Schüler mit Stratoballon auf der weltgrößten Funkermesse

Ein Blick auf die Erde vom Stratosphärenballon. Diesen hatten Schüler des Buigen-Gymnsiums 23 Kilometer in die Höhe steigen lassen.
Ein Blick auf die Erde vom Stratosphärenballon. Diesen hatten Schüler des Buigen-Gymnsiums 23 Kilometer in die Höhe steigen lassen. © Foto: privat
Herbrechtingen / Simon Zimmermann 12.06.2018
Schüler des Buigen-Gymnasiums durften von ihrem Stratosphärenflug mit einem Ballon auf der weltgrößten Funkermesse berichten. Ab kommendem Schuljahr wird ein Seminarkurs Funktechnik in der Oberstufe angeboten.

Zuerst hoch hinaus in die Stratosphäre und deswegen nun rauf auf die Bühne der weltweit größten Amateurfunkausstellung HAM-Radio in Friedrichshafen: Diese Ehre wurde Schülern des Buigen-Gymnasiums, ihrem Lehrer Robert Steiner und ihren Mentoren zuteil. Sie durften auf der Messe ihren Stratoballon vor internationalem Fachpublikum vorstellen.

23 Kilometer Höhe

Im September hatten die Schüler in Herbrechtingen erfolgreich einen von ihnen selbst konstruierten Stratosphärenballon gestartet. Um die GPS-Signale, die Fotos und all die anderen Daten, die der Ballon schließlich auf seinem Flug bis in 23 Kilometer Höhe gesammelt hat, abrufen zu können, wurden diese per Funksignale an eine Bodenstation übermittelt. Dabei half die bewährte Funktechnik, die den Gymnasiasten vor allem von Peter Strobel von den Amateurfunkern Heidenheim (Deutscher Amateur-Radio-Club DARC Heidenheim) nähergebracht worden war.

Funk bringt die Bilder runter

Diese Art der Datenübermittlung war letztendlich auch der Grund, warum die Schüler auf HAM-Radio eingeladen wurden. „Die Funktechnik ist nach wie vor die einzige Möglichkeit, von einem Ballon aus Daten live und unabhängig zu übertragen. Funken ist der Ursprung von vielen heute lebenswichtigen Systemen wie beispielsweise Handynetzen, Fernsteuerungen, GPS und W-Lan“, resümiert Robert Steiner, betreuender Lehrer und Initiator des Projektes für die Kursstufenschüler des Buigen-Gymnasiums.

Funktechnik für die Oberstufe

Weil die Zusammenarbeit bisher so gut funktioniert hat, bietet im kommenden Schuljahr das Buigen-Gymnasium zusammen mit Peter Strobel und dem Verein DARC einen Seminarkurs Funktechnik in der Oberstufe an. Ziel ist unter anderem der Erwerb der Amateurfunklizenz. Auch an anderen Gymnasien macht der Stratoballon bereits Schule: Oberstufenschüler aus Tübingen möchten ein ähnliches Vorhaben realisieren. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sie von Tübingen aus zuerst einmal nach Herbrechtingen fuhren, um sich von den Buigen-Gymnasiasten ausführlich beraten zu lassen.

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