Herbrechtingen Heubrücke lässt weiter auf sich warten

2015 wurde die alte Heubrücke abgerissen. Bis dahin war sie bereits zwei Jahre wegen Einsturzgefahr gesperrt. Erst 2019 wird es einen Neubau geben.
2015 wurde die alte Heubrücke abgerissen. Bis dahin war sie bereits zwei Jahre wegen Einsturzgefahr gesperrt. Erst 2019 wird es einen Neubau geben. © Foto: Sabrina Balzer
Herbrechtingen / Günter Trittner 24.06.2018
Wegen gestiegener Baukosten musste der Förderantrag beim Land überarbeitet werden. Erwartet werden von der Herbrechtinger Stadtverwaltung nun 290 000 Euro an Ausgaben.

Wenn etwas lange währen muss, damit es endlich gut wird – so wie es das Sprichwort ja nahelegt – dann muss die neue Heubrücke ein ganz überzeugendes Bauwerk werden. Denn die Wartezeit auf den Brückenschlag ins Gewerbegebiet Vohenstein verlängert sich um ein weiteres Jahr auf 2019. Die Stadt hat aufs Neue einen überarbeiteten Zuschussantrag an das Regierungspräsidium Stuttgart stellen müssen, da die Kosten für einen Neubau höher als beschrieben ausfallen werden

Fundament auch beschädigt.

Beim ersten, bereits genehmigten Antrag, war man davon ausgegangen, dass man die Fundamente der wegen Baufälligkeit im Jahr 2015 abgerissenen ursprünglichen Brenzbrücke noch verwenden kann. Nun hat sich gezeigt, dass diese nicht mehr tragfähig sind. Beim Neuantrag geht die Kommune von Baukosten in Höhe von 290?000 Euro aus. Das Land würde bei einer Genehmigung 50 Prozent übernehmen. Ursprünglich hatte man 125?000 Euro angesetzt. Dafür hat das Land die 50 Prozent bereits zugesagt.

Älteste Brücke der Stadt

Die Heubrücke ist die älteste Brücke Herbrechtingen. Sie wurde 1920 vis a vis des Nolberg gebaut und erleichterte den Landwirten und Schäfern den Zugang zu den Feldern und Weiden im Wiesental. Diesen Zweck muss sie heute nicht mehr erfüllen. Aber sie wäre eine wesentliche Erleichterung für Radfahrer und Fußgänger, welche sonst erhebliche Umwege in Kauf nehmen müssen, wenn sie hier die Brenz in Richtung Stadt oder Gewerbegebiet queren wollen. Mit einer Breite von 2,50 Meter wird die neue Heubrücke genau auf diese Gruppe zugeschnitten. Ausgeführt werden soll sie als Stahl- oder Aluminium-Konstruktion. Den Baustoff Holz möchte Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau, den Stadträten nicht mehr vorschlagen. Einerseits ist für Frank diese Stelle zu feucht, zum anderen habe die Brücke mit 30 Metern eine zu lange Spannweite.

Frei schwebend über der Brenz

Anders als die im Jahr 2013 wegen akuter Einsturzgefahr gesperrte Heubrücke, welche auf zwei Stützen aufgesetzt war, soll die neue Heubrücke frei schwebend über die Brenz führen. Diese wird deswegen auch optisch eine ganze andere Wirkung haben.

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