Hermaringen Hermaringer wünschen sich eine Wand gegen den Lärm

Sind sich einig, dass eine 150 Meter lange Lärmschutzwand entlang der B 492 den Hermaringern helfen würde: Bürgermeister Jürgen Mailänder (rechts) und SPD-Landtagsabgeordneter Andreas Stoch.
Sind sich einig, dass eine 150 Meter lange Lärmschutzwand entlang der B 492 den Hermaringern helfen würde: Bürgermeister Jürgen Mailänder (rechts) und SPD-Landtagsabgeordneter Andreas Stoch. © Foto: Markus Brandhuber
Hermaringen / Brigitte Malisi 14.08.2018
In der 2200-Einwohner-Gemeinde werden Klagen über die Zunahme der Fahrzeuge auf der B 492 laut. Eine Lärmschutzwand könnte helfen.

Es ist viel Verkehr auf der B 492, die an Hermaringen vorbeiführt, und es ist laut, sogar sehr laut. Die Anwohner am nördlichen Ortsrand beklagen das schon lange. Besonders nach der Unterführung, kurz nach der Abfahrt Hermaringen-West, geben Auto- und Motorradfahrer gerne mal Gas, wenn sie aus der Senke den Berg aufwärts fahren.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es hier nicht. Einen Lärmschutz auch nicht. Das möchte Bürgermeister Jürgen Mailänder unbedingt ändern und sucht dafür Unterstützer. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Andreas Stoch (SPD) fand in dieser Woche deshalb ein Vor-Ort Termin statt.

Dabei zeigte sich schnell, dass die Strecke auch bei Lastwagen-Fahrern sehr beliebt ist. Sie nutzen die Verbindung gerne, um Maut-Gebühren zu umgehen und von der A 7 auf die A 8 zu gelangen. Wenn nun, voraussichtlich im kommenden Jahr, der Ausbau der Bundesstraße Richtung Brenz erfolgt ist, werde der Verkehr noch weiter zunehmen, das ist für Mailänder heute schon klar.

Das bedeute noch mehr unzumutbaren Lärm für die Hermaringer Bürger – auch im neu geplanten Baugebiet im Mühlfeld. Er fordere deshalb dringend eine Lärmschutzwand an dieser Stelle. Topografisch und technisch wäre das machbar, wie eine frühere Untersuchung bereits ergeben habe.

Bei Stoch stieß Mailänder mit seinem Anliegen auf volles Verständnis: „Das ist eine Rennstrecke.“ Mit einer Lärmschutzwand von etwa 150 Metern Länge, ließe sich eine enorme Verbesserung herbeiführen, so der Landtagsabgeordnete. Die Investition dafür sei überschaubar.

Für Hermaringen wäre das ein wichtiges Signal zu sehen, dass man vom Land ernst genommen werde, betonte Bürgermeister Mailänder. Stoch sagte zu, sich in der Sache an Regierungspräsident Wolfgang Reimer zu wenden, und ihn zu einem Vor-Ort-Termin einzuladen.

Der Landtagsabgeordnete zeigte sich zuversichtlich: „Ich glaube das kriegen wir hin.“ Parallel dazu will auch Bürgermeister Mailänder Kontakt mit dem Regierungspräsidium aufnehmen.

Warum ist Lärm schlecht für die Gesundheit? Ein Experte erklärt’s:

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