Kreis Heidenheim Eugen-Jaekle-Chorverband: Rainer Grundler löst Jutta Mack ab

Kreis Heidenheim / Marita Kasischke 13.03.2018
Der Gesangverein Hermaringen richtete den 129. Verbandstag aus – der letzte für Jutta Mack als Vorsitzende.

Es war der letzte Verbandstag unter dem Vorsitz von Jutta Mack. Und er trug unverkennbar ihre Handschrift: Voll besetzt war die Güssenhalle und zügig wurde die Tagesordnung abgearbeitet. Am längsten Zeit in Anspruch nahmen denn auch die Wahlen und der Abschied von Jutta Mack.

Zunächst aber leitete sie in gewohnt souveräner Weise die Veranstaltung und ging nochmals auf die Höhepunkte der vergangenen beiden Jahre ein, wozu das Erfolgsprojekt Singender Wanderweg und der Chortag auf der Kapfenburg gehören: „Damit haben wir beste Werbung für den Chorgesang gemacht“, so Mack.

Kostendeckend war der Chortag obendrein, wie Finanzvorstand Tobias Brenner ausführte. Er berichtete zudem von anstehenden Beitragserhöhungen sowohl im Schwäbischen als auch im Deutschen Chorverband. „Haben Sie keine Angst vor der Stimmgabel“, ermunterte Verbandschorleiter Peter Waldenmaier die Mitglieder, die geplanten Chorleiterausbildungen auch zu nutzen. Er sprach auch weitere Fortbildungsmöglichkeiten an und warb darum, Auftrittsmöglichkeiten bei Bundes- und Landesgartenschau zu nutzen.

Unmut bei der Chorjugend

Ihrem Unmut Luft machte die Vorsitzende der Chorjugend, Michaela Ruf, da von den angemeldeten 29 Vereinen nur 13 zum vorangegangenen Chorjugendtag erschienen waren und vom Rest größtenteils nicht einmal Absagen eingegangen waren. „Die Jugendarbeit ist unerlässlich“, hielt sie noch einmal vor Augen und nahm die Vereine in die Pflicht, diese zu unterstützen. Von der Versammlung mit großer Mehrheit angenommen wurde die Erhebung einer Pauschale von 30 Euro für die Eugen-Jaekle-Chorverbands-Mitteilungen sowie die Einführung des Amts des stellvertretenden Finanzvorsitzenden. Eine Kandidatin hierfür stand auch schon parat: Sabrina Rader aus Aalen wurde einstimmig in dieses Amt gewählt.

Zum stellvertretenden Verbandschorleiter wurde Benjamin Samul, derzeit Chorleiter in Unterrombach, Gaishardt und Heidenheim, gewählt, der sodann über sein erstes Projekt informierte: die Gründung eines Verbandskammerchors. Hierzu können sich engagierte Sänger und Chorleiter melden.

Hopfensitz neuer Stellvertreter

Für den wichtigsten Posten im Chorverband kandidierte der bisherige Stellvertreter von Jutta Mack, Rainer Grundler vom Gesangverein Hermaringen. Einstimmig wurde er zum Vorsitzenden gewählt, großen Applaus dafür gab es obendrein. „Ein guter Auftakt“, beschied Wahlleiter und ehemaliger Vorsitzender des Chorverbands Sieger Götz in seiner Gratulation und wünschte dem frischgebackenen Chef des Chorverbands, er möge „das Schiff sicher durch Gewässer und Klippen lenken“. In sein bisheriges Amt des Stellvertreters wurde ebenfalls einstimmig der Bezirksvertreter Ellwangen, Günter Hopfensitz vom Liederkranz Ellenberg, gewählt.

Auf der Tagesordnung standen auch Ehrungen: Als gewissermaßen letzte Amtshandlung zeichnete Jutta Mack Florian Uhl vom Liederkranz Unterschneidheim aus, der seit zehn Jahren als zweiter Bezirksvertreter Bopfingen erfolgreich tätig ist. Neben einer Urkunde erhielt er auch die neugestaltete Ehrennadel des Eugen-Jaekle-Chorverbands und ist damit der erste, der sich diese ans Revers heften darf.

Für die musikalische Umrahmung sorgten die Chöre des Gesangvereins Hermaringen unter der Leitung von Jörg Lanzinger, angefangen von den allerkleinsten Sängerinnen und Sängern aus dem Musikgarten, die „extra auf den Mittagsschlaf verzichtet“ haben, so Vorsitzender Dieter Thierer in seinem Grußwort, über „Voices and fun“ mit einem schmissigen „Lord of the dance“ bis zum Gemischten Chor, der mit seinem „schönsten Wiesengrunde“ auch die Umgebung der Güssenhalle gemeint haben könnte, so idyllisch wie sie sich bei fast schon frühlingshaftem Wetter zeigte.

Dass diese kostenlos genutzt werden durfte, dafür bedankte sich Jutta Mack ausdrücklich bei Bürgermeister Jürgen Mailänder, der in seinem Grußwort den Gesangverein Hermaringen als „sympathischsten Werbeträger der Gemeinde“ lobte.

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