Kreis Heidenheim Arbeitslosenzahl sinkt in Heidenheim und steigt im Ostalbkreis

In Ostwürttemberg ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli gestiegen.
In Ostwürttemberg ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli gestiegen. © Foto: Archiv
Kreis Heidenheim / Michael Brendel 01.08.2018
Im Landkreis ist die Arbeitslosigkeit im Juli leicht zurückgegangen, während sie saisonbedingt im Rest Ostwürttembergs zugelegt hat.

Ende Juli waren im Bezirk der Agentur für Arbeit (Kreis Heidenheim und Ostalbkreis) 7295 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 228 mehr als im Juni, aber 1330 weniger als vor einem Jahr. Die meisten Arbeitslosen waren mit 2642 in Heidenheim registriert (Juni: 2649). In Schwäbisch Gmünd waren es 2327 (2257), in Aalen 1486 (1382), in Bopfingen 431 (397), in Ellwangen 409 (382). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung sind, ging von 2257 auf 2191 zurück. Das entspricht einer Quote von 30,0 Prozent.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, verharrte in der Region bei 2,9Prozent. Während sie in Heidenheim von 3,7 auf 3,6 Prozent zurückging, stieg sie in Schwäbisch Gmünd von 3,0 auf 3,1, in Bopfingen von 2,7 auf 2,9, in Aalen von 2,2 auf 2,4, in Ellwangen von 1,6 auf 1,7 Prozent.

Anstieg im Juli normal

Dass die Arbeitslosenzahl im Juli steigt, ist nicht ungewöhnlich. Zurückführen lässt sich das vor allem auf das Ende vieler Ausbildungsverhältnisse. Nicht alle jungen Menschen wollen oder können anschließend nahtlos ins Erwerbsleben starten, zumal sich zahlreiche Firmen während der Sommerpause mit Neueinstellungen zurückhalten – trotz des Mangels an Fachkräften.

Die jüngste Zunahme der Arbeitslosigkeit in der Region entfällt denn auch fast ausschließlich auf die Gruppe der unter 25-Jährigen. Binnen eines Monats stieg der Zahl der Arbeitslosen hier um 230 auf 760. Parallel dazu hat die Zahl der offenen Stellen deutlich zugenommen: Im Juni waren der Arbeitsverwaltung 1243 zur Besetzung gemeldet, im Juli 1682.

Erfreulich aus Heidenheimer Sicht: Der Landkreis stemmte sich gegen das Gesetz der Serie und erwies sich im Juli als Lokomotive Ostwürttembergs. Der hiesige Geschäftsstellenbezirk verzeichnete als einziger in der Region einen – wenngleich minimalen – Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen. Elmar Zillert, Chef der in Aalen sitzenden und auch für Heidenheim zuständigen Arbeitsagentur, bewertete die aktuellen Zahlen gestern gleichwohl positiv, denn „damit setzt der Kreis Heidenheim den positiven Trend der letzten Monate fort“.

Weniger Bewerber als Ausbildungsstellen

Der Trend zum immer stärker ausgeprägten Bewerbermarkt hält an: Im laufenden Berichtsjahr boten die Betriebe bisher 3811 Ausbildungsstellen an (81 weniger als im Juli 2017), von denen 1384 noch nicht besetzt sind. Dem stehen 2862 Bewerber gegenüber, 293 weniger als vor einem Jahr. Der Chef der Aalener Arbeitsagentur, Elmar Zillert, geht davon aus, dass der Fachkräftebedarf auf absehbare Zeit nicht mehr nur über Azubis gedeckt werden kann. Wachsende Bedeutung komme der Qualifizierung von Arbeitskräften zu.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel