Pflege Haus Regenbogen: Bald Einzelzimmer für jeden Bewohner

Nattheim / Mathias Ostertag 05.05.2013
Dem Pflegeheim Haus des Regenbogens steht in Kürze ein größerer Umzug bevor: Der Erweiterungsbau mit neun zusätzlichen Zimmern ist fast eingerichtet. Bewohner, die bislang in Doppelzimmern lebten, wohnen künftig allein. Möglich macht's eine Verordnung von 2009.

Rund 600 000 Euro lässt sich Michael Stocker den höheren Komfort für die Bewohner seines Hauses kosten: Neun Einzelzimmer und ein sogenannter Aktivierungsraum finden Platz im Neubau. „Der Aufenthaltsraum kann von den Bewohnern zum Beispiel zum Festchen feiern oder zum Kochen genutzt werden“, so der Heimleiter. Die neuen Zimmer im Anbau haben eine Fläche zwischen 17 und 25 Quadratmeter, sind damit größer als es die Heimbauverordnung mit 16 Quadratmetern für ein Einzelzimmer vorschreibt.

Ein großer Teil der rund fünfmonatigen Arbeiten an dem Anbau in der Buchenstraße wurde in Eigenleistung durchgeführt, allein 800 Arbeitsstunden gehen auf sein eigenes Konto, berichtet Stocker. Rohbau-, Spengler-, Heizungs- sowie Zimmereiarbeiten übernahmen jedoch Firmen aus der Umgebung.

29 Plätze über alle Pflegestufen hinweg

Mit dem zusätzlichen Platzangebot geht auch eine Erweiterung der Pflegeplätze einher. Künftig werden vier weitere Senioren im Haus des Regenbogens betreut. Das kleine, privat geführte Pflegeheim verfügt dann über 29 Pflegeplätze – über alle Pflegestufen hinweg. „Damit haben wir das Ziel erreicht, die im Moment vorhandenen Doppel- jeweils in Einzelzimmer umzuwandeln“, so Stocker. Im September 2009 war eine neue Landesheimbauverordnung in Kraft getreten, die genau dies vorschreibt: Bis 2019 muss demnach jedem Heimbewohner ein eigenes Zimmer mit Sanitärbereich zur Verfügung stehen.

Einziehen in die neuen eigenen vier Wände sollen die ersten Bewohner in rund zwei Wochen. Stocker: „Nur zwei Heimbewohner wollten ihr Doppelzimmer gar nicht auflösen, weil sie sich so aneinander gewöhnt haben und zusammenbleiben wollen.“ Das eigentlich vorgesehene Zimmer bleibt zunächst unbewohnt.

Das Pflegepersonal wurde bereits vor einiger Zeit aufgestockt. Das Haus des Regenbogens verfügt über einen hohen Anteil an voll examinierten Pflegefachkräften: mit fast 70 Prozent liegt der Anteil deutlich über der von der Heimaufsicht geforderten Maßgabe von 50 Prozent.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel