Hauff-Gebäude verändert Landschaftsbild in Hermaringen

So wie hier in einer fotorealistischen Montage dargestellt, wird sich der Neubau der Firma Hauff-Technik in Hermaringen aus nord-östlicher Sicht künftig präsentieren.
So wie hier in einer fotorealistischen Montage dargestellt, wird sich der Neubau der Firma Hauff-Technik in Hermaringen aus nord-östlicher Sicht künftig präsentieren.
Brigitte Malisi 23.03.2012
Die Gewerbeansiedlung der Firma Hauff-Technik ist für die Gemeinde Hermaringen ein Glücksfall. Damit verbunden ist aber auch ein erheblicher Eingriff in das Landschaftsbild der kleinen Gemeinde.

Hauff-Geschäftsführer Dr. Michael Seibold war selbst nach Hermaringen gekommen, begleitet von Architekt Alexander Ostermann. Nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für seine Firma sei die Umsiedlung und der Neubau in Hermaringen ein bedeutender Schritt, betonte er. Es sei ihm wichtig, dass sich beide Seiten möglichst frühzeitig gegenseitig informieren, betonte Seibold. Der Geschäftsführer lud die Gemeinderäte auch ein, sich bei einem Besuch einen eigenen Eindruck von der Firma zu machen.

36 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschafte Hauff-Technik bereits heute und der Geschäftsführer sah noch viel Entwicklungspotential für seine Firma. 150 Mitarbeiter seien derzeit auf die drei Werke in Bolheim und Landshausen verteilt.

Seit 1986 gehöre die Firma Hauff zur Indus Holding AG. „Keine Heuschrecke“ wie Dr. Michael Seibold betonte. 40 erfolgreiche mittelständische Unternehmen seien hier zusammengefasst. Im vergangenen Jahr habe die Holding erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz gemacht.

Mit einer „fotorealistischen Darstellung“ vermittelte Architekt Alexander Ostermann vom Büro Scherr und Klimke den Gemeinderäten erstmals einen optischen Eindruck des neuen Werkes. Neben einem zweigeschossigen Bürogebäude mit einer Höhe von etwa acht Meter sei die Halle mit 9,50 Meter Höhe geplant. Dies entspreche in etwa auch der Höhe der bereits bestehenden Firma Wikora.

Die Produktionsfläche umfasse 8700 Quadratmeter, das Büro weitere 2500 Quadratmeter. Überdachtes Außenlager und Außenlagerflächen summierten sich auf rund 4000 Quadratmeter. Von der insgesamt 36 500 Quadratmeter großen Fläche würden zunächst etwa 31 000 Quadratmeter genutzt. In westlicher Richtung bestehe die Option einer möglichen Erweiterung, erläuterte der Architekt.

Alexander Ostermann betonte auch, dass man bei der Planung auch auf ökologische Gesichtspunkte Wert lege. So würde beispielsweise Abwärme zum Heizen genutzt , Grundwasser für die Kühlung eingesetzt und Dachflächen begrünt.

Wenn alles nach Plan laufe und die entsprechenden Baugenehmigungen vorlägen, könnte bereits im September mit der Baumaßnahme begonnen werden. Eine Fertigstellung, so der Architekt wäre dann bis November nächsten Jahres denkbar, sodass ab Januar 2014 die Produktion in Hermaringen starten könnte.

Die Gemeinderäte aller Fraktionen betonten, dass sie sich sehr darüber freuen, dass die Wahl auf Hermaringen gefallen sei. Sie baten jedoch darum bei der optischen Gestaltung darauf zu achten, dass keine riesigen einheitlich graue Wände den optischen Eindruck zu sehr beeinträchtigten.

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