Herbrechtingen / Günter Trittner Nur noch 92 Kinder besuchen in Herbrechtingen im Herbst die ersten Klassen. Die Grundschule Bissingen wächst um einen Schüler auf 18.

Schulleiterin Elisabeth Schütze hatte vergangenes Jahr richtig gesehen, als sie von vielen kleinen Kindern in Bissingen berichtete. Sechs davon sind nun neu an ihre Schule gekommen. Damit ist die Dorfschule die einzige Grundschule in der Stadt, die sich dieses Jahr bei den Anmeldezahlen besser stellt als im vergangenen Jahr.

Die kleinste Grundschule

Nur ein einziges Kind war 2018 in der Bissinger Grundschule vorgestellt worden, die daraufhin mit nur noch 17 Schülern insgesamt zu einer der kleinsten Schulen im ganzen Regierungsbezirk geschrumpft war. Nun ist es aber auch so, dass die Viertklässler die Grundschule verlassen. Fünf Kinder sind es heuer. Damit bleibt netto ein Schüler zusätzlich, sodass die Schule statt 17 im kommenden Schuljahr 18 Schüler zählt. Unterrichtet werden diese wie gehabt in einer Klasse. Für Schulleiterin Schütze wird das kommende Schuljahr das letzte vor ihrem Ruhestand sein.

Die meisten Erstklässler

Dieses Schrumpfgefühl lernen dieses Jahr die anderen Schulen kennen. Bequem hat es noch die Wartbergschule. 44 Kinder wurden für die erste Klasse angemeldet, zwei weniger als im Vorjahr, sechs weniger als 2017. Damit ist die Wartbergschule dieses Jahr mit Abstand die Grundschule mit den meisten Erstklässlern.

Die Bibrisschule startet im Herbst nach den Anmeldezahlen mit 29 Kindern. Das gibt bequeme zwei Klassen. Im Vorjahr jedoch zählte man 40 Kinder in den beiden Klassen und 2017 sogar 47 Kinder.

In Bolheim sind es nur noch 13 Kinder, die neu in die Buchfeldschule aufgenommen werden. Im vergangenen Schuljahr zählte man noch 28 Erstklässler und im Jahr zuvor sogar noch 31. Schulleiterin Ariane Fröhle ist dennoch entspannt. „Wir haben sogar noch weniger Kinder erwartet.“

Stetes Auf und Ab

Der Wechsel aber von niedrigen und hohen Anmeldezahlen sei in Bolheim Routine. „Zum Schuljahresbeginn 2020 werden wir wieder eine große Eingangsklasse haben.“ Die langfristigen Prognosen gingen in Bolheim von durchschnittlich 20 Kindern aus. Die Grundschule Bolheim werde einzügig geführt. „Nur in einer Klassenstufe haben wir zwei Klassen.“

An der Bibris-Gesamtschule bangt Schulleiter Widmann auch etwas bei den Fünftklässlern. 22 angemeldete Kinder reichen nur für eine Klasse in der eigentlich auf Zweizügigkeit angelegten Gemeinschaftsschule. 29 Kinder müssten es sein, damit eine zweite Klasse gebildet werden kann.

Einbruch bei Schülerzahl

Insgesamt ist die Zahl der Erstklässler in Herbrechtingen zurückgegangen. Von 115 im vergangenen Jahr auf nun 92. Im Schuljahr 2017/18 waren sogar 121 Kinder angemeldet worden und für das Schuljahr 2016/17 108 Kinder.

Klassenteiler

Für das laufende Schuljahr gelten in Baden-Württemberg für die Klassenbildung an Schulen folgende Regelungen: Für alle Schularten gilt eine Mindestschülerzahl 16 für die Bildung einer Klasse. Diese sind aber nur Richtwerte für die Bedarfsplanung. Bei den Grundschüler liegt der Klassenteiler bei 28. Sind mehr Kinder angemeldet, müssen weitere Klassen gebildet werden. Bei allen anderen weiterführenden Schularten gilt der Teiler 30. Bei den Gemeinschaftsschulen gilt wieder 28, bei ihrer Sekundarstufe II dann 30.

Die Bayern sehen das etwas anders. Sei haben bei den Grundschulen eine Mindestschülerzahl von 13, bei den Hauptschulen von 15. Dafür liegt der Klassenteiler bei den weiterführenden Schulen höher. Bei den Hauptschulen bei 30, bei allen anderen bei 33. gt