Tour Grenz-Wanderer: Ein Stopp in Demmingen ist Pflicht

Markus Frommlet und Ute Jansen (blaue Trikots) umringt vom Demminger Begrüßungskomitee am Grenzstein des östlichsten Punkts Baden-Württembergs. Links im schwarzen T-Shirt Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl, rechts daneben Demmingens Ortsvorsteher Stefan Kragler.
Markus Frommlet und Ute Jansen (blaue Trikots) umringt vom Demminger Begrüßungskomitee am Grenzstein des östlichsten Punkts Baden-Württembergs. Links im schwarzen T-Shirt Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl, rechts daneben Demmingens Ortsvorsteher Stefan Kragler.
Demmingen / Laura Strahl 22.08.2016
Auf ihrer Tour entlang der Grenze Baden-Württembergs waren Ute Jansen und Markus Frommlet am Sonntag in Demmingen.

Am 13. August sind sie am Schloss in Karlsruhe gestartet, jetzt stand für Ute Jansen und Markus Frommlet Demmingen auf dem Programm. Oder vielmehr: ein Waldstück bei Demmingen, circa sechs Kilometer vom Ort entfernt. Markiert mit einem Grenzstein befindet sich dort der östlichste Punkt Baden-Württembergs – auf den ersten Blick wenig spektakulär, auf einer Grenztour rund um Baden-Württemberg aber ein ganz klares Muss.

Also auch für Ute Jansen (Diplom-Ingenieurin aus Grafenau bei Sindelfingen, 46 Jahre alt) und Markus Frommlet (Arzt und Diplom-Sportpädagoge aus Weinstadt, 54 Jahre alt). Innerhalb von drei Wochen wollen die beiden Sportbegeisterten Baden-Württemberg entlang des Grenzverlaufs umrunden. Fast 1500 Kilometer und über 14 000 Höhenmeter im Uhrzeigersinn. Mit purer Muskelkraft. Und möglichst vielen Fortbewegungsmitteln. So kamen etwa zwischen Karlsruhe und Mannheim schon ein Tandem und Draisinen zum Einsatz, auf dem Weg nach Neckargemünd waren es City-Roller und nach Wertheim Nordic-Cross-Skates. Die Etappe nach Demmingen legten Jansen und Frommlet dann auf Mountainbikes zurück.

Begrüßt wurden sie bei ihrer Ankunft am Grenzstein von Bürgermeister Alfons Jakl und gut 20 Bürgern aus Demmingen, Dischingen, Dunstelkingen und Osterhofen, die – passenderweise – mit Fahrrädern, Liegerädern, Motorrädern und Autos zum Treffpunkt gekommen waren. „Die beiden waren sichtlich erfreut über die Anzahl und das große Interesse“, beschreibt Demmingens Ortsvorsteher Stefan Kragler das Zusammentreffen mit Jansen und Frommlet. Gemeinsam ging es schließlich nach Demmingen weiter: Richtung Süden, immer der Grenze entlang. Nach sechs Kilometern im Ort angekommen, entschied man sich kurzfristig, bei Familie Kapfer einen selbstgemachten Most zu verkosten. Dann erst wurde der letzte Anstieg zum Gasthaus Stern in Angriff genommen. Keine Frage, dass Jansen und Frommlet dort beim gemeinsamen Abendessen viele neugierige Fragen zu beantworten hatten.

Und wie geht es jetzt für die beiden sportlichen Grenzgänger weiter? Zunächst folgte am Montag eine weitere Mountainbike-Etappe von Demmingen nach Ulm, bevor es von dort aus mit Rollstuhl und Handbike weiter nach Aitrach im Kreis Ravensburg ging. Nach weiteren Kilometern auf einem Liegendrad-Tandem und Skateboards wird es entlang des Bodensees noch einmal spannend: Dort kommen Zweierkajak und Tretboot zum Einsatz. Fehlen bis zur letzten, 22. Etappe nur noch Rennräder, Inlineskates, ein Floß bei Iffezheim am Rhein und ein Kanadier.

Die Schlussetappe bis zum Startpunkt am Karlsruher Schloss wollen Jansen und Frommlet dann mit einer Fahrrad-Rikscha zurücklegen, begleitet von Familie und Freunden.

Info Weitere Informationen zu der Baden-Württemberg-Tour unter www.rund-um-bw.de
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