Verkehr Grath: beide Umfahrungen „unvernünftig“

Söhnstette / 29.07.2016
Eine Ortsumfahrung Söhnstetten ist nicht im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans enthalten. Während sich die Gemeinde Steinheim und der Landkreis für eine Umgehung stark machen, vertritt der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Grath eine andere Meinung.

Eine Ortsumfahrung Söhnstetten ist nicht im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans enthalten. Während sich die Gemeinde Steinheim und der Landkreis für eine Umgehung stark machen, vertritt der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Grath eine andere Meinung: Auf der Ortsdurchfahrt seien täglich rund 6000 Fahrzeuge unterwegs, davon etwa zehn Prozent LKW.

Es sei vor allem der LKW-Lärm, der die Bürger vor Ort belaste. „Eine zusätzliche Umfahrung würde zusätzlichen Verkehr auf die Strecke ziehen“, glaubt Grath. Zudem würde viel landwirtschaftliche Fläche vernichtet und ökologischer Schaden angerichtet werden. „Eine Verkehrsberuhigung wäre wesentlich wichtiger.“ Einige Söhnstetter, weiß Grath, hielten eine Lärmschutzmaßnahme wie ein nächtliches Tempo-30-Limit auf der Ortsdurchfahrt für ausreichend. Sowohl eine Umfahrung Böhmenkirch, die in den Plan aufgenommen wurde, als auch eine Umfahrung Söhnstetten hält Grath für „ökologisch und ökonomisch unvernünftig“.

Kritisch sieht Grath zudem, dass das Projekt Böhmenkirch auf Wunsch des dortigen Bundestagsabgeordneten Hermann Färber eingebracht worden sei. cw