Podium Gleichzeitige Krisen: Thema der 4. Sicherheitsgespräche

Als frischgebackene Verteidigungsministerin war Ursula von der Leyen vor einem Jahr prominentester Gast der vom Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter initiierten Königsbronner Gespräche. Auch heuer ist wieder ein Bundesminister bei diesem sicherheitspolitischen Kongress in Königsbronn mit von der Partie: Dr. Gerd Müller, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Als frischgebackene Verteidigungsministerin war Ursula von der Leyen vor einem Jahr prominentester Gast der vom Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter initiierten Königsbronner Gespräche. Auch heuer ist wieder ein Bundesminister bei diesem sicherheitspolitischen Kongress in Königsbronn mit von der Partie: Dr. Gerd Müller, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. © Foto: Archivfoto: Klaus-Dieter Kirschner
Königsbronn / gerhard stock 19.03.2015
Zum nunmehr vierten Mal und erneut mit hochkarätiger Besetzung finden in der Hammerschmiede die vom CDU-Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter initiierten „Königsbronner Gespräche“ statt. Das Thema lautet diesmal: „Herausforderung Gleichzeitigkeit von Krisen – Bessere Krisenbewältigung durch einen vernetzten Ansatz“.

Als Hauptredner werden Botschafter a.D. Wolfgang Ischinger und Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, in Königsbronn erwartet.

Die auf zwei Tage verteilte Veranstaltung startet am Freitag, 27. März, mit Grußworten, denen sich Vorträge und eine Fragerunde anschließen. Abends bitten die Veranstalter in der historischen Hammerschmiede zum Empfang, den Bürgermeister Michael Stütz für die gastgebende Gemeinde Königsbronn mit einem Grußwort eröffnen wird.

Das Programm am Samstag, 28. März, ist dreigeteilt, zahlreiche Referenten beleuchten ab 10.30 Uhr das Kongressthema aus verschiedenen Blickwinkeln. Vormittags geht es um den vernetzten Ansatz aus strategischer und militärischer Sicht, nachmittags um den vernetzten Ansatz in der Praxis bei Krisenbewältigung. Ab 15 Uhr steht schließlich die Zusammenarbeit von Nato und EU als Lösungsansatz zur Krisenbewältigung im Mittelpunkt der Überlegungen und Statements.

Vergangenes Jahr war Ursula von der Leyen dabei

Mit den Königsbronner Gesprächen, so die Veranstalter, habe der Süden Deutschlands neben der Münchner Sicherheitskonferenz einen bürgernahen, sicherheitspolitischen Kongress, heuer zum vierten Mal in Folge. Seit dem Jahr 2012 organisieren der Reservistenverband, das Bildungswerk des Deutschen Bundeswehr-Verbandes und die Bundesakademie für Sicherheitspolitik diese außen- und sicherheitspolitische Veranstaltungsreihe, mit der man sich in Königsbronns historischer Hammerschmiede gut aufgehoben fühlt. Stolz verweisen die Veranstalter auf illustre Namen auf der Gästeliste der vergangenen Jahre: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr Amtsvorgänger Thomas de Maiziere, Erzbischof Robert Zollitsch, EU-Kommissar Günther Oettinger und andere Persönlichkeiten aus Politik, Militär und Gesellschaft.

Roderich Kiesewetter ist es ein besonderes Anliegen, die sicherheitspolitische Diskussion in Deutschland zu fördern. Sicherheitspolitik, so der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Aalen-Heidenheim, müsse lokal diskutiert und als offener Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern geführt werden. Deshalb seien die Gesprächsrunden auch so angelegt, dass besonders viel Raum für Fragen des Publikums bleibe.

Roderich Kiesewetter engagiert sich auch als Präsident des Reservistenverbandes, ist außerdem Obmann der CDU/CSU-Fraktion für Außenpolitik und stellvertretender Sprecher des Beirats für die Bundesakademie für Sicherheitspolitik.

Königsbronn, so die Veranstalter, habe man als Tagungsort bewusst gewählt, denn „hier lebte der couragierte Widerstandskämpfer Georg Elser, der kurz vor Kriegsende ermordet wurde“. Zudem sei Königsbronn Standort des ältesten Industriebetriebes Deutschlands, der 2015 sein 650 jähriges Bestehen feiere.