Heidenheim Gewässer werden kontrolliert

Heidenheim / HZ 08.08.2018
Das Landratsamt will aufgrund der Hitze größere Wasserentnahmen überprüfen und ahnden.

Die Hitze bringt neben Freibadvergnügen auch ärgerliche Begleiterscheinungen. So wird das Wasser knapp und bringt Landwirte wie Gärtner in Bedrängnis. In der heißen Jahreszeit leidet jedoch nicht nur der Garten unter Wassernot, sondern auch Bach und Fluss.

Die Wasserknappheit hat schlimme Folgen: Ihre Biologie wird gestört. Die Selbstreinigung des Wassers lässt nach. Dadurch sinkt der Sauerstoffgehalt. Verbunden mit der Abnahme der Wassermenge treten Geruchsbelästigungen auf, Kleinlebewesen und auch Fische sterben.

Wenn ein Bach vollständig austrocknet, kommt das für seine Tier- und Pflanzenwelt einer ökologischen Katastrophe gleich: Die Wasserbiologie ist tot. Deshalb muss jeder Tropfen Wasser erhalten bleiben. Stattdessen beobachtet man immer wieder, dass Anlieger mit Pumpen Wasser entnehmen.

Das Wassergesetz erlaubt den Gemeingebrauch an oberirdischen Gewässern wie Baden, Tränken oder Schöpfen mit Handgefäßen. Abgesehen davon, dass der Gemeingebrauch in Trockenzeiten eingeschränkt werden soll, ist die Entnahme mit Saugfässern oder Pumpen, selbst die Entnahme großer Mengen von Hand, eine erlaubnispflichtige Handlung.

Mitarbeiter des Landratsamtes beobachten deshalb die Gewässer im Kreis mit Blick auf größere Wasserentnahmen. Wird ohne eine Erlaubnis eine Pumpe betrieben, stellt das eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

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