Hürden Gerstetter Rathaus wird barrierefrei

Komplett barrierefrei soll der Zugang zum Rathaus werden. Außerdem wird ein Aufzug in das Gebäude eingebaut und eine Bushaltestelle behindertengerecht umgestaltet.
Komplett barrierefrei soll der Zugang zum Rathaus werden. Außerdem wird ein Aufzug in das Gebäude eingebaut und eine Bushaltestelle behindertengerecht umgestaltet. © Foto: Foto: Karin Lorenz
Gerstetten / Karin Lorenz 15.07.2016
Für ein komplett barrierefreies Rathaus investiert man in Gerstetten 240 000 Euro – bei rund 200 000 Euro Förderung.

Ein voll und ganz barrierefreies Rathaus ist das Ziel von Umbaumaßnahmen, die einstimmig im Gerstetter Gemeinderat beschlossen wurden. Rund 240 000 Euro werden dafür investiert. Die Investition ist möglich, weil es der Gemeinde gelungen ist, großzügige Fördermittel aufzutun. Die Baumaßnahmen werden mit 200 000 Euro bezuschusst, informierte Ortsbaumeister Bernd Müller im Gemeinderat. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt damit lediglich bei 40 000 Euro. Die Fördergelder wurden im Rahmen des Kommunalinvestitionsfördergesetzes für die Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen bewilligt.

Im Außenbereich ist geplant, Treppen durch Rampenauffahrten zu ersetzen und neue Geländer anzubringen, die auch vom Rollstuhl aus genutzt werden können. Außerdem werden zwei Behindertenparkplätze angelegt. Im Rathaus selbst soll ein Aufzug eingebaut werden. Außerdem ist geplant, die Bushaltestelle beim nahe gelegenen Schulzentrum an der Forstraße mit dem sogenannten Kassler Sonderbord auszustatten, ein Bordstein, über den absatzfrei direkt in den Bus eingestiegen werden kann.

Für die Arbeiten am Rathausvorplatz wurden knapp 80 000 Euro bewilligt, hier liegt der Anteil für die Gemeinde bei 13 000 Euro. Der Einbau des Aufzugs wird mit 84 000 Euro bezuschusst bei einem Eigenanteil von 14 000 Euro. Für die Umgestaltung der Bushaltestelle wurden 37 000 Euro Fördermittel bewilligt, der Eigenanteil beträgt hier 6 000 Euro.

Obwohl man sich im Gemeinderat noch nicht über die Details hinsichtlich der Neugestaltung des Rathausvorplatzes einigen konnte, beschloss man, die drei Baumaßnahmen bereits auszuschreiben, um den Anspruch auf die Fördermittel nicht zu verlieren. Details will man später im Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr erarbeiten.