Steinheim / Klaus-Dieter Kirschner Die Umweltstiftung von Stuttgarter Hofbräu hat Natuschutzvereinen in der Umgebung Geräte finanziert.

Die Umweltstiftung von Stuttgarter Hofbräu hat das Füllhorn geöffnet und Geräte finanziert, die Albvereine und Naturschutzgruppen in Ostwürttemberg die aktive Landschaftspflege erleichtern.

Die von Franz Xaver Brummer geleitete Stiftung gibt es seit beinahe 30 Jahren. In dieser Zeit wurden für rund 900 000 Euro sowohl Geräte spendiert als auch konkrete Umweltaktionen massiv unterstützt.

Brummer, der bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2012 bei Hofbräu Betriebsdirektor war, sprach darüber, dass man zum Bierbrauen wirklich nur astreine Rohstoffe nehme und die würden ja nur dort gewonnen, wo Feld und Flur in Ordnung seien. Als jetziger Vorstand der Umweltstiftung wird Brummer nicht müde, all jene über den Schellenkönig zu loben, die selbst bei lausigem Wetter oder sommerlicher Hitze noch gute Laune bei der Landschaftspflege haben. Und die sei oft auch eine arge Schinderei. Deshalb spendierte die Hofbräu-Umweltstiftung ursprünglich kleine, größere oder richtig große Arbeitsgeräte.

Inzwischen sei man dazu übergegangen, den Organisationen entsprechend Gelder bereitzustellen, mit denen sie dann beim örtlichen Handel einkaufen. Dies habe den unbestreitbaren Vorteil, dass man im Reparaturfalle nicht von der Ostalb bis nach Stuttgart fahren müsse, sondern vor Ort Hilfe bekomme, sagte Brummer.

Reinhard Wolf, der bis vor Kurzem noch Vizepräsident des Albvereins war und unter anderem beim Regierungspräsidium Stuttgart als Referatsleiter für die Abgrenzung des Steinheimer Naturschutzgebietes zuständig war, kennt den Albuch besser als mancher den Inhalt seiner Westentasche. 35 Jahre diente Wolf überdies als Verbindungsmann zwischen amtlichem und ehrenamtlichem Naturschutz. Seit fünf Jahren ist er pensioniert und heute der Hofbräu-Stiftung verbunden: „Wo dienstlich kein Geld beim Regierungspräsidium für Landschaftsschutz zu holen war, wurden entsprechende Anträge an die Umweltstiftung weitergereicht. Und die konnte helfen.“

Gerätschaften zum Gesamtpreis von 7600 Euro konnten nun dem Naturschutzbund übergeben werden: Der Nabu Gerstetten freut sich über einen Hochentaster, der Nabu Essingen über zwei Freischneider; die Albvereine im Donau-Brenz-Gau können fortan einen einachsigen Balkenmäher einsetzen und der Nabu Aalen einen Hochentaster. Im Mai gibt es noch etwas zu feiern, wenn die Hofbräu-Umweltstiftung in Ebnat förmlich ein 18 000 Euro teures einachsiges Balkenmähgerät samt Anbaugerät in Betrieb nehmen kann.