Steinheim Gefahrgut-Übung bei Sigma-Aldrich

Feuerwehrleute im Vollschutz: Mit vereinten Kräften wurde bei der Gefahrgut-Übung in Steinheim ein „beschädigter“ Chemikalientank abgedichtet.
Feuerwehrleute im Vollschutz: Mit vereinten Kräften wurde bei der Gefahrgut-Übung in Steinheim ein „beschädigter“ Chemikalientank abgedichtet. © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Steinheim / Klaus-Dieter Kirschner 16.07.2018
Der Gefahrgutzug der Landkreis-Feuerwehren sowie die Feuerwehr Steinheim und das Reaktionsteam der Firma Sigma Aldrich traten gemeinsam zur Übung an.

Noch während der Einsatz lief, zeigte sich Geschäftsführer Dr. Bernd Krüger sehr beeindruckt: „Das klappt prima. Die verstehen ihr Handwerk.“

Dieses Lob galt den insgesamt 56 Feuerwehrleuten, wobei – wie im Ernstfall – zunächst das Reaktionsteam des Chemiebetriebs auf den Plan gerufen wurde, das bei einem echten Einsatz erste Schadensbegrenzung und Menschenrettung leisten soll.

Ausgangslage für die Gefahrgut-Übung war die Annahme der Havarie eines Gabelstaplers, der mit der Gabel einen großen, liegenden Tank teilweise aufgerissen hatte. In der Folge flüchtete ein Beschäftigter und „fiel“ in einen offenen Schacht, in dem gerade Revisionsarbeiten ausgeführt wurden. Weitere Übungsannahme war ein Fassadenbrand als Folge der Havarie.

Anfangs mussten sich Kommandant Uli Weiler sowie Rolf Gauder, der Chef des Gefahrgutzugs, in die Situation an einem unübersichtlichen Ort einfinden und nach entsprechenden Hinweisen aus dem Reaktionsteam bzw. des Chemiefachberaters Jan Knöll zu ersten Entscheidungen nach unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Denn zunächst war von einem Altwassertank die Rede, doch sollte es sich für die Übung um eine nicht sehr hoch konzentrierte chemische Flüssigkeit handeln.

Anfängliche Probleme

Drei Feuerwehrleute in Vollschutz bemühten sich darum, den Tank abzudichten, was etwa 20 Minuten in Anspruch nahm. Derweil waren die angenommenen freigesetzten Dämpfe mit Wasserwänden niedergeschlagen worden. Ziemlich plagen mussten sich zwei Feuerwehrleute, die den Verunglückten aus dem Schacht holen mussten.

Bei der Manöverkritik wurden die anfänglichen Probleme angesprochen, insgesamt aber wurde eine erfolgreiche Problemlösung und gelungene Zusammenarbeit festgestellt.

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