Königsbronn Kita-Neubau: Königsbronn ist finanziell gewappnet

Das derzeitige Gebäude des Paul-Reusch-Kindergarten wird abgebrochen. An derselben Stelle entsteht ein Neubau, für den die Gemeinde Fördermittel zugesichert bekommen hat.
Das derzeitige Gebäude des Paul-Reusch-Kindergarten wird abgebrochen. An derselben Stelle entsteht ein Neubau, für den die Gemeinde Fördermittel zugesichert bekommen hat. © Foto: Sabrina Balzer/Archiv
Königsbronn / Gerhard Stock 26.08.2018
Königsbronns Etat 2018 liegt gut im Plan und erkleckliche Zuschüsse helfen beim auf drei Millionen Euro veranschlagten Kita-Neubau.

Finanziell erstmal durchschnaufen wollte die Gemeinde eigentlich nach Bewältigung der Generalsanierung der Georg-Elser-Schule für stolze 4,2 Millionen Euro. Daraus wurde aber nichts, denn der Neubau des auf drei Millionen Euro veranschlagten Paul-Reusch-Kindergartens duldet keinen Aufschub. Umso mehr freut man sich im Rathaus und Gemeinderat, dass dieser dicke Brocken nicht allein gestemmt werden muss.

Zwar nicht die beantragten 500 000 Euro, aber immerhin 340 000 Euro gibt das Land Baden-Württemberg als Fördermittel aus dem Ausgleichsstock. Und auch der Bund hat einiges für Königsbronns neue Kita übrig: zwar nicht die beantragten 430 000 Euro, aber immerhin 398 000 Euro als Fachförderung aus der Kinderbetreuungsfinanzierung. Was bedeutet, dass der Eigenanteil der Gemeinde „nur“ noch 2,26 Millionen Euro umfasst.

Plus bei Gewerbesteuer

Zwar könnten die Zuschüsse aus Sicht des Bürgermeisters noch deutlich größer sein, vor allem angesichts vieler Sonntagsreden der Politiker über Geldregen für Investitionen der Kommunen, doch sei er nun zuversichtlich, dass Königsbronn den unvermeidlichen finanziellen Engpass bewältigen könne. Wohlwollend zur Kenntnis nahm das Gremium in seiner jüngsten Sitzung auch den Etat-Zwischenbericht von Kämmerer Dieter Cimander.

Demnach gibt es keine beunruhigenden Abweichungen, die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben liege im Rahmen der Planansätze. Mit einem positiven Ausreißer: durch Nachveranlagungen wachsen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer um rund 300 000 Euro auf nunmehr 4,2 Millionen Euro.

Verbindlichkeiten in Höhe von rund fünf Millionen Euro prägen den vom Gemeinderat ebenfalls verabschiedeten Jahresabschluss 2017 für den Eigenbetrieb Abwasserversorgung. Aber auch ein erwirtschafteter Überschuss in Höhe von rund 176 000 Euro ragt aus dem umfangreichen Zahlenwerk heraus. Geld, das laut Kämmerer den Bürgern zurückgegeben werden müsse, da Gewinnrückstellungen binnen fünf Jahren aufzulösen seien.

Auch der Eigenbetrieb Wasser hat 2017 laut Jahresabschluss Gewinn gemacht, rund 101 000 Euro. Dies hauptsächlich, so Dieter Cimander, weil man in der Kalkulation von höheren Bezugskosten ausgegangen sei.

Der Wasserverbrauch bewege sich auf konstantem Niveau, nach wie vor seien aber viele Rohrbrüche im veralteten Leitungsnetz zu beklagen. Dieses soll im Auftrag der Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung durch ein Fachbüro insgesamt auf seinen Zustand hin untersucht und bewertet werden, verbunden mit Sanierungsvorschlägen. „Unser Gewinn wird dann schnell aufgebraucht sein“, befürchtet Bürgermeister Michael Stütz.

Mit großem Aufwand verbunden sein wird auch die Umstellung der Kämmerei auf das neue kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (Doppik). Andere Kommunen wie zum Beispiel die Stadt Niederstotzingen praktizieren das System bereits, Königsbronn schwenkt erst zum letztmöglichen Termin, dem 1. Januar 2020, um.

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