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Leserbrief zum Kommentar „Eingreifen erforderlich“ vom 15. April 2019

Sehr geehrter Herr Marx, verstehe ich Sie richtig? Vertreten Sie tatsächlich die Auffassung, dass man die Aussagen der, wie Sie es nennen, „wissenschaftlich fundierten Medizin“ kritiklos annehmen muss und auf keinen Fall hinterfragen darf? Sollte man die Augen besser verschließen, wenn man Einflüsse der Pharmaindustrie auf die Impfempfehlungen bemerkt? Sollte man besser den Mund halten, wenn man wahrnimmt, dass Untersuchungen und Statistiken, die den Sinn von Impfungen in Frage stellen ganz „wissenschaftlich“ einfach ignoriert werden?

Vertreten Sie tatsächlich die Meinung, dass Menschen entmündigt werden müssen, die den Mut haben auf eine Weise zu denken und zu handeln, die nicht der herrschenden medizinischen Lehrmeinung im Jahr 2019 entspricht? Denn es ist eine Entmündigung, wenn Menschen, die sich intensiv mit der Impfproblematik auseinandergesetzt haben und sich gegen eine Impfung entscheiden, gezwungen werden sollen, doch impfen zu lassen.

Haben Sie als Journalist ausführlich recherchiert, wenn Sie von Masern als einer „lebensgefährlichen Krankheit“ sprechen? Ich frage mich, wie Sie zu dieser Einschätzung kommen? Ich gehöre noch einer Generation an, in der die Erkrankung an Masern im Kindesalter so normal war, dass im Krankheitsfall in den seltensten Fällen ein Arzt konsultiert wurde. Wurde doch einmal ein Arzt hinzugezogen, hat er die Diagnose gestellt, Empfehlungen gegeben und ist wieder gegangen. Niemand hatte Angst vor Masern. Auch die offiziellen Zahlen sprechen eine andere Sprache. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden war die Zahl der Todesfälle an Masern schon lange vor Einführung der Impfung drastisch gesunken und laut Robert Koch Institut gab es 2017 einen einzigen Todesfall an Masern in Deutschland.

Ist es bei dieser Sachlage tatsächlich gerechtfertigt, einen so massiven Eingriff in unsere Grundrechte zu verlangen? Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Es gibt andere Dinge, die Leben und Gesundheit unserer Kinder weit mehr bedrohen, um nur Vernachlässigung/Missbrauch, Glyphosat, Industriezucker und die Strahlenbelastung (Umweltmediziner warnen vehement vor 5G) als einige, wenige Beispiele zu nennen.

Elke Aruna Städtler, Steinheim