Freie Meinungsäußerung kostet Niederstotzingen 600 Euro

Klaus Dammann 02.05.2012
Sachbeschädigung trifft Meinungsäußerung: In der Mainacht haben Unbekannte von ihrem demokratischen Recht Gebrauch gemacht und das Archäopark-Transparent am Fuße des Vogelherds mit einer Botschaft besprüht.
Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung – auch in Bezug auf das Thema Archäopark Vogelherd. So steht dort nun zu lesen: „Wir brauchen keinen Archäopark. Kostet viel Geld und bringt nix!“

Allerdings kostet auch dieser Kommentar Geld, denn Bürgermeister Gerhard Kieninger beziffert den angerichteten Schaden auf 600 Euro. Das Niederstotzinger Stadtoberhaupt stellt klar, dass es sich nicht um einen gelungenen Maischerz sondern um Sachbeschädigung handelt.

Dennoch sieht er die Angelegenheit relativ gelassen und will aufgrund geringer Aussichten für einen Ermittlungserfolg auf eine Anzeige verzichten. Mit der blauen Farbe hätten der oder die Sprayer sich sogar an der Farbe auf dem Transparent orientiert, so Kieninger. Und ohnehin sei vorgesehen gewesen, das Transparent wegen der anstehenden Bauarbeiten in Kürze zu entfernen.

Dies solle nun noch diese Woche geschehen. Eine neue Werbemaßnahme am Standort des künftigen Archäoparks sei auch bereits in Vorbereitung. Am Donnerstagabend um 19.30 Uhr wird der Niederstotzinger Gemeinderat in seiner Sitzung die ersten Bauleistungen für den Archäopark an Unternehmen vergeben. Es handelt sich hier um die Rohbauarbeiten, die Arbeiten für Heizung, Lüftung und Sanitär, die Elektroarbeiten sowie die Arbeiten für den Blitzschutz.
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