Wohnen Flüchtlingsheim: Bisherigen Mieter ist gekündigt

Ein Wohnheim wird zum Flüchtlingsheim: Aber nicht alle Mieter wollen deswegen ihre über etliche Jahren angemieteten Wohnungen verlassen.
Ein Wohnheim wird zum Flüchtlingsheim: Aber nicht alle Mieter wollen deswegen ihre über etliche Jahren angemieteten Wohnungen verlassen. © Foto: Foto: Oliver Vogel
Herbrechtingen / 19.11.2014
Nun also doch: Die Wohnbau Bulut hat den letzten Mietern im Haus Bahnhofstraße 21 per Einschreiben mit Datum vom 17. November gekündigt. In dem Gebäude soll ein Flüchtlingswohnheim entstehen.
Bereits Ende November sollen erste Flüchtlinge und Asylbewerber in die 14 Wohnungen einziehen. Zwischen 65 und maximal 120 Personen möchte die Landkreisverwaltung in dem als Studentenwohnheim geplanten Haus unterbringen.

Michael Gündert ist einer der betroffenen Mieter. Seit 15. Januar 2006 wohnt er in einem Ein-Zimmer-Appartement. Bis 26. Februar 2015 soll er dieses räumen. Als Grund führt die Wohnbau Bulut an: „Sicherlich haben Sie bereits erfahren, dass wir das gesamte Objekt an der Bahnhofstraße 21 an das Landratsamt vermietet haben, das dort eine Unterkunft für Asylbewerber einrichten wird.“

Für Horst Mack, den Rechtsanwalt des Kreismietervereins, ist diese Kündigung freilich das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Gegenüber einem SWR-Reporter stellte er klar, dass rechtlich eine vermietete Wohnung von einem Eigentümer nicht an einen anderen Mieter vermietet werden könne. Auch die Mieter an der Bahnhofstraße bleiben dabei, das Haus nicht verlassen zu wollen. 
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