Unesco-Welterbe Finanzierung: Der „Weltkultursprung“ macht einen großen Sprung

Trafen in Ulm vertragliche Regelungen für die Arbeitsgemeinschaft „Weltkultursprung“: die Landräte Thomas Reinhardt (Heidenheim), Heiner Scheffold (Alb-Donau-Kreis) und Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (von links).
Trafen in Ulm vertragliche Regelungen für die Arbeitsgemeinschaft „Weltkultursprung“: die Landräte Thomas Reinhardt (Heidenheim), Heiner Scheffold (Alb-Donau-Kreis) und Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (von links). © Foto: Privat
Niederstotzingen/Ulm / HZ 13.01.2018
Die beteiligten Regionen legen die Gremien und die Finanzierung der neuen Geschäftsstelle fest.

Die Dachmarke „Weltkultursprung“ rüstet sich für die aus der Anerkennung der eiszeitlichen Fundhöhlen im Ach- und Lonetal als Unesco-Welterbe erwachsenen Aufgaben. Dazu unterzeichneten die Landräte Heiner Scheffold (Alb-Donau-Kreis), seit 1. Januar 2018 Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Weltkultursprung“, und Thomas Reinhardt (Heidenheim) sowie der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch jetzt eine Finanzierungsvereinbarung mit Blick auf die einzurichtende Geschäftsstelle und eine Arbeitsgemeinschaft (AG).

Die Stelle eines Geschäftsführers wird im Januar ausgeschrieben. Der Sitz der Geschäftsstelle wird im Landratsamt des Alb-Donau-Kreises sein. Die Kosten von jährlich 120 000 Euro tragen zu 50 Prozent der Alb-Donau-Kreis, zu jeweils 25 Prozent der Landkreis Heidenheim und die Stadt Ulm.

Die Geschäftsstelle wird sich um die Koordination zwischen den Akteuren, die Abstimmung mit Behörden, dem Archäologischen Landesmuseum und der Universität Tübingen kümmern und ist Anlaufstelle für Gemeinden und Öffentlichkeit. Sie wirkt an der Förderung von Maßnahmen mit, die aus dem Managementplan des Welterbeantrags resultieren. Touristische Aktivitäten zwischen und innerhalb der Täler müssen vernetzt werden. Außerdem sollen über die Geschäftsstelle Veranstaltungen organisiert werden. Des Weiteren geht es um die Erarbeitung von Marketingmaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit mit überregionalen und örtlichen touristischen Verbänden und Vertretungen.

In einem weiteren Vertrag wurde von den drei Partnern festgelegt, dass die AG zwei Gremien hat: den Steuerungskreis und das Kuratorium. Im Steuerungskreis vertreten sind die drei Vertragspartner, die sieben Städte und Gemeinden der Welterbe-Region sowie die regionalen Präsentationsorte, das Regierungspräsidium Tübingen und das Landesamt für Denkmalpflege.

Das Kuratorium umfasst alle haupt- und ehrenamtlichen Akteure und berät den Steuerungskreis. Auch die Landtagsabgeordneten aus den beteiligten Gebieten gehören ihm an. Vorsitzender ist der Tübinger Regierungspräsident.

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