Naturschutz FFH-Gebiete von der Liste gestrichen

Gerstetten / Ulrich Bischoff 21.06.2018
Die Gemeinde Gerstetten erwartete nur noch eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten.

Mit der Ausweisung sogenannter FFH-Gebiete als besondere Schutzgebiete ist Deutschland bislang zögerlich umgegangen. Um die Verfahren zu beschleunigen, hat die Europäische Kommission in Brüssel daher ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik eingeleitet.

Unter den angemahnten FFH-Gebiete sind spezielle europäische Schutzgebiete zu verstehen, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen sind. Innerhalb ihrer Grenzen genießen Tiere, Pflanzen und Biotope einen besonderen Schutz.

Mit der Ausweisung können für den Besitzer Einschränkungen verbunden sein. Gefordert werde neuerdings eine parzellenscharfe Abgrenzung der Gebiete, versicherte Fabian Oßwald dem Gemeinderat. Zukünftig werde auch nach Einschätzung des Ingenieurbüros Zeeb & Partner nach Karte und Liste gearbeitet. Nachträgliche Korrekturen seien dann nicht mehr möglich.

Die Gemeinde hat Bedenken, dass manche früher als FFH ausgewiesenen Flächen eine spätere Nutzung beeinträchtigen könnten. Oßwald schlug daher vor, Teile der Gebiete im Hungerbrunnen-, Sacken- und Lonetal und die unter der Kennzeichnung „Giengener Alb und Eselsburger Tal“ aus der Liste herauszunehmen. Mit Rücksicht auf mögliche Expansionsabsichten des Reit-und Fahrvereins und des Motorsportclubs stimmten die Gemeinderäte den Absichten zu. Zustimmung fand auch die Herausnahme des schmalen Streifens der Bindsteiner Halde.

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