Gemeinderat Feuerwehr klagt: zu wenig Personal

Hermaringen / Brigitte Malisi 25.02.2014
Wenn es brennt, ist die Feuerwehr zur Stelle - so denken viele. Doch es wird zunehmend schwieriger, diesen Anspruch zu erfüllen. Zumindest in Hermaringen. Der Grund: zu wenig Personal.
Eigentlich ging es im Hermaringer Gemeinderat um die regelmäßige Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplanes, in dem die technische und personelle Ausstattung sowie die örtlichen Gegebenheiten zusammengefasst sind.

Die Gemeinderäte nahmen dies gleich zum Anlass, sich über die Arbeit und die Probleme der örtlichen Feuerwehr berichten zu lassen. Eines dieser Probleme sei die immer geringer werdende Zahl der  Einsatzkräfte, wie Kommandant Gerhard Brezger erläuterte. Lediglich 45 Mitglieder umfasse die Einsatzabteilung derzeit noch. Zudem seien viele der jüngeren Feuerwehrmänner tagsüber auswärts beim Arbeiten. Gerade einmal 15 Personen seien tagsüber noch vor Ort.

Das macht schnelles Eingreifen vor Ort im Notfall schwieriger – nur gut, dass die Wehr in den vergangenen Jahren nur selten zu Brandeinsätzen ausrücken musste. Laut Statistik der Hermaringer Wehr waren in den Jahren 2007 bis 2012 von insgesamt 143 Einsätzen lediglich 13 tatsächliche Brandeinsätze, neunmal rückte die Wehr zu Notfalleinsätzen aus.

„Der überwiegende Teil der Aufgaben umfasste  allerdings technische Hilfeleistungen, die immer weiter zunehmen“, so Brezger. Die Feuerwehr werde immer mehr zum Dienstleister, beseitige Ölspuren, pumpe Keller leer und räume Sturmschäden aus dem Weg.

Doch das wird es künftig nicht mehr zum Nulltarif geben. In einem weiteren Tagesordnungspunkt verabschiedete der Gemeinderat eine sogenannte Kostenersatz-Satzung. Demnach werden künftig bei der Inanspruchnahme verschiedener Leistungen der Feuerwehr Rechnungen verschickt.

Dies ist über das Feuerwehrgesetz geregelt und wird nach genauen Vorgaben berechnet. Für Hermaringen werden demnach je Feuerwehrmann im Einsatz pro Stunde 10,50 Euro fällig, eine Stunde Bereitschaftsdienst kostet 5,50 Euro. Außerdem werden Kosten für jedes eingesetzte Fahrzeug fällig.