Kreis Heidenheim / Im Rahmen der Initiative „Trafo – Modelle für Kultur im Wandel“ werden Projekte in deutschlandweit vier Modellregionen von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Die sogenannte „Lernende Kulturregion Schwäbische Alb“, an der sieben Landkreise sowie vier Leader-Regionen beteiligt sind, ist eine davon.

Als Modellregion erhält die Region Schwäbische Alb im Zeitraum von 2016 bis 2020 insgesamt drei Millionen Euro Förderung. Mit den Fördergeldern sollen überregionale Konzepte für ein Kulturangebot in ländlichen Gebieten entwickelt werden. Zusammen mit dem benachbarten Ostalbkreis als offiziellem Projektträger haben die ersten Kultureinrichtungen ihre Arbeit aufgenommen.

Die Ziele der Kooperationen gehen weit über die fünfjährige Projektdauer hinaus und betreffen nicht nur einzelne Orte und Kultureinrichtungen, sondern alle Regionen der Modellregion Schwäbische Alb.

Das Federseemuseum in Bad Buchau, das Landestheater Tübingen und die Opernfestspiele Heidenheim sind nur drei der Einrichtungen, die Kooperationen und längerfristige Arbeitsbeziehungen mit kleineren Kultureinrichtungen auf der Schwäbischen Alb entwickeln und umsetzen wollen. Ziel dieser so genannten Kulturwerkstätten ist es, dass sich die Kultureinrichtungen in enger Zusammenarbeit mit anderen Kulturanbietern verändern und für eine immer vielfältigere Zielgruppe öffnen.

Die Kulturwerkstätten machen sich vor allem die Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungsträgern zur Aufgabe. Zusammen mit sechs weiteren Institutionen wie der Kunstbiennale Interim, dem Museum Villa Rot und dem Theater Lindenhof in Melchingen wurden sie als Vorreiter für den Projektstart ausgewählt.

Von den Erfahrungen sollen, so die Absicht, im Anschluss auch weitere Kultureinrichtungen profitieren. Im Fokus stehen kleinere Institutionen, die zu wenig Ressourcen haben, um ihre Angebote und Arbeitsweisen weiterzuentwickeln.

Im weiteren Verlauf sollen die Projektmittel mit Fördermitteln der Leader-Regionen gekoppelt werden. Neben den Landkreisen Alb-Donau, Biberach, Heidenheim, Ostalbkreis Reutlingen, Schwäbisch Hall und Sigmaringen werden sich auch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg mit rund 615 000 Euro an dem fünfjährigen Projekt beteiligen.

Für den Landkreis Heidenheim und den nördlichen Alb- Donau-Kreis ist die Leader- Brenzregion mit eingebunden.