Freizeit Eselsburger Tal: Gewerbliche Kanutouren sind verboten

Nicht von Pappe war die Diskussion um den Bootstourismus im Elselsburger Tal. Jetzt ist es amtlich: gewerbliche Bootstouren sind verboten.
Nicht von Pappe war die Diskussion um den Bootstourismus im Elselsburger Tal. Jetzt ist es amtlich: gewerbliche Bootstouren sind verboten. © Foto: Oliver Vogel
Herbrechtingen / 28.05.2013
Dem anhaltenden Interessenskonflikt zwischen Naturschutz und Freizeitvergnügen folgte jetzt ein amtliches Machtwort: Gewerbliche Kanufahrten sind auf der Brenz im Eselsburger Tal nicht gestattet, weil sie über den sogenannten Gemeingebrauch des Gewässers hinausgehen.

Das teilt die Herbrechtinger Stadtverwaltung mit und beruft sich dabei auf die Abteilung Umwelt des Regierungspräsidiums Stuttgart. Gleichzeitig werden verstärkte Kontrollen angekündigt, weil es sich bei der gewerblichen Nutzung der Brenz durch Kanubetreiber um eine Ordnungswidrigkeit handele. Sie stehe nämlich im Widerspruch zum Schutzzweck des Naturschutzgebietes sowie zu Erhaltungszielen des FFH-Gebiets und sei durch die Naturschutzgebietsverordnung Eselsburger Tal vom 26. Mai 1983 grundsätzlich verboten.

Vom Tisch sind folglich auch Touren, wie sie die Heidenheimer Volkshochschule an Christi Himmelfahrt in Zusammenarbeit mit einer in Andechs ansässigen Kanadierschule veranstalten wollte. Allerdings wurde daraus nichts, denn der Anbieter wies nach Auskunft von Wolfgang Heinecker, dem Sprecher der Stadt Heidenheim, „von sich aus auf das Verbot hin, das mit seinen unter Umweltbildungsaspekten organisierten Kursen natürlich nicht zu vereinbaren war“.

Der Veranstalter regte vielmehr an, auf die Wörnitz auszuweichen. Dass die Tour schlussendlich auch dort nicht stattfand, hatte freilich nichts mit offiziellen Verboten zu tun. Ausschlaggebend waren vielmehr familiäre Gründe. bren

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