Herbrechtingen Alles sicher? Überraschungs-Maibaum soll überprüft werden

Herbrechtingen / Günter Trittner 02.05.2018
Erst wollte niemand was unternehmen, jetzt hat die Stadt gleich zwei Maibäume von Unbekannt erhalten. Einer zumindest soll nun auf seine Sicherheit hin geprüft werden.

Auch wenn es in der Walpurgisnacht geschehen ist, ein Hexenwerk war es nicht. Durchaus schemenhaft waren auf dem Rathausplatz Menschen zu erkennen, welche zu nächtlicher Stunde dafür sorgten, dass Herbrechtingen zum 1. Mai mit einem Maibaum erwacht.

Dass sogar letztlich zwei Bäume auf dem Rathausplatz fixiert waren, spricht nur für die Vielzahl der Bürger, welche eine vom Heimatverein vor gut 30 Jahren begründete Tradition nicht versanden lassen wollten

Bürgermeister Dr. Bernd Sipple freut sich durchaus, dass sich zum guten Ende doch noch Bürger gefunden haben, welche eine Birke in die Höhe gestemmt haben.

Und so soll es in seinen Augen auch weitergehen. „Überall sind es Vereine und ehrenamtliche Helfer, welche den Maibaum aufstellen. Das ist nicht die Aufgabe einer Verwaltung.“ Die Stadt wolle nichts verhindern, versichert Sipple „Wir bieten sogar unsere Unterstützung an.“

Mit Blick auf die Herbrechtinger Holzexperten fügt Sipple allerdings hinzu, dass es schon besser gewesen wäre, Ross und Reiter vorher zu nennen. Denn mit dem Baum sei auch eine Verantwortung verbunden. Kontrolliert werden müsse die Standsicherheit der 26 Meter hohen Birke und vor allem die Befestigung des Schildes.

Womöglich müsse dieses abgenommen, damit es nicht durch eine Sturmböe zu einem gefährlichen Flugobjekt werden kann.

Sipple denkt dabei an den tödlichen Unfall im fränkischen Treuchtlingen, wo eine 29-jährige Frau bei Aufstellen eines Maibaum von dessen abgebrochener Krone erschlagen worden ist.