Demmingen Erstmals „hohe Minne“ in Demmingen

Demmingen / Laura Strahl 29.08.2018
Die Riedreiter veranstalten dieses Wochenende im „Ohrenparadies“ ein Turnier für jedermann.

In Stetten hat es schon lange Tradition, auf Burg Katzenstein gibt es seit 2017 zusätzlich zum Mittelaltermarkt ebenfalls ein Ritterturnier. Jetzt ist man auch in Demmingen auf dem Geschmack gekommen: Dieses Wochenende, 1. und 2. September, findet auf dem Gelände des Reit- und Wanderhofs Ohrenparadies (Mödingerstraße 14) erstmals ein Ritterturnier statt.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Turnieren im Landkreis werden sich dort aber keine engagierten Ritter miteinander messen. Die Teilnehmer sind Vereinsmitglieder der Riedreiter Schwenningen sowie andere Reiter, die sich einmal im Lanzenstechen und Co. versuchen wollen. Wie Organisatorin Sabine Wallner beschreibt, kann jeder am Turnier teilnehmen: von Jung bis Alt, vom erfahrenen Reiter bis zum blutigen Anfänger.

Wer nicht reiten kann, dessen Pferd wird eben geführt. „Wir wollen einfach ein nettes Wochenende haben“, sagt Wallner. Aus diesem Grund werde auch nicht pedantisch auf Authentizität geachtet. Zwischen den mittelalterlichen Lagerstätten werden sich auch normale Zelte finden, außerdem Reiter mit Helm und auch Teilnehmer, die mit Esel statt Pferd teilnehmen. „Wir sehen das alles relativ locker“, beschreibt Wallner die Einstellung des Organisationsteams.

Feuershow um 20 Uhr

Und warum auch nicht? Immerhin hatte man auf diese Art bereits im vergangenen Jahr viel Spaß beim Ritterturnier, das damals noch am Vereinssitz der Riedreiter in Schwenningen stattfand. An dieser Erfahrung orientiert man sich nun: Für die Besucher wird Bronze gießen angeboten, zudem Leder punzieren und schmieden, eine Feuershow (Samstag, 20 Uhr) und der Auftritt einer Tanzgruppe. Kutschfahrten zählen ebenso zum Programm wie eine Kinderbetreuung mit mittelalterlichen Basteleien.

Am unterhaltsamsten aber dürften es für Gäste und Teilnehmer freilich sein, dem Turniertreiben zuzusehen. Zu den Disziplinen zählen neben Lanzenstechen, Schwertkampf und Handpferdereiten auch eine Geländestrecke mit Hindernissen sowie eine Gelassenheitsprüfung, bei dem Pferd und Reiter auf „Schreckhindernisse“ reagieren müssen. Spannend, sagt Wallner, werde aber auch die „hohe Minne“ sein. Hierbei müssen alle Teilnehmer verpflichtend ein Talent ihrer Wahl unter Beweis stellen. Von singen über turnen bis hin zur Gedichtrezitation ist alles erlaubt. „Wir lassen uns einfach überraschen.“

Beginn des Ritterspektakels ist an beiden Tagen um 10 Uhr.

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