Landkreis Tag des Denkmals: Das gibt es diesmal zu sehen

Die Burg Katzenstein bei Dischingen.
Die Burg Katzenstein bei Dischingen. © Foto: Christian Thumm
Landkreis / Laura Strahl 06.09.2018
Am Sonntag, 9. September, bietet sich auch im Landkreis Heidenheim wieder vielfach die Möglichkeit, bei Führungen mehr über alte Gemäuer zu erfahren.

Seit mittlerweile 25 Jahren veranstaltet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im September den Tag des offenen Denkmals. Auch im Kreis Heidenheim können Interessierte an diesem bundesweiten Aktionstag am Sonntag, 9. September wieder zahlreiche historische Stätten besichtigen. Das Motto lautet: „Entdecken, was uns verbindet.“

Königsbronn

Der Kulturverein und die Gemeinde beteiligen sich zwischen 11 und 17 Uhr mit mehreren Angeboten. So informiert Kulturvereinsvorsitzender Ulrich Knöller um 13 und um 15.30 Uhr über den Baufortschritt im Flammofengebäude, das derzeit zu einem Industriemuseum hergerichtet wird.

Im Kannenmuseum führt Manfred Rall um 12 und um 14.30 Uhr durch die Porzellanausstellung.

In der Feilenschleiferei mit Schmiedehütte wird die Herstellung von Feilen in früherer Zeit gezeigt: vom Schmieden bis zum Hämmern. Zu besichtigen sind die neuen Feilenhaumaschinen und die Schmiede. Führungen gibt es um 11 und um 13.30 Uhr mit Gerd Robl.

Als Besonderheit werden in diesem Jahr drei Ortsführungen angeboten: Treffpunkt mit Josef Seibold ist um 11, 13 und 16 Uhr am Bahnhof. Von dort geht es zu den Stationen Flammofen, Kloster (Klosterkirche), Pfisterei, Feilenschleiferei, Rathaus und Brenzursprung.

Dischingen

Hier ist der Bahnhof der ehemaligen Härtsfeldbahn zu sehen. Das Gebäude aus dem Jahr 1901 wurde 2005 von Museumsbahn-Verein erworben und restauriert. Warteraum, Dienstraum und Güterboden sind im Originalzustand zu besichtigen.

Außerdem gibt es eine Modellbahnanlage im Maßstab 1:22,5 zu sehen. Geöffnet hat das Bahnhofsgebäude von 10.30 bis 17 Uhr, Führungen sind auf Anfrage möglich. Zudem werden Fahrten mit einem Oldtimer-Bus und einem Museumszug (Umstieg an der Sägmühle) von und nach Neresheim angeboten.

Die Abfahrtszeiten ab Neresheim: 10.05, 11.20, 13.15, 14.35, 16 und 17.20 Uhr. Abfahrt an der Sägmühle: 10.40, 11.55, 13.50, 15.10, 16.35 und 17.55 Uhr.

Katzenstein

Burg Katzenstein ist eine der ältesten Stauferburgen aus dem zwölften Jahrhundert mit einer romanischen Kapelle aus dem 14. Jahrhundert. Am Denkmaltag führt Michael Nomidis-Walter um 11, 13 und 16 Uhr durch die Burg, deren drei Stilepochen Romanik, Gotik und Renaissance. Außerdem erläutert er Technik und Instandhaltung der Burganlage.

Sontheim/Brenz

Schloss Brenz und das dazugehörige Museum können von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Die Geschichte der Renovierung vor einigen Jahren erklärt Zimmerer Peter Renner bei weiteren Führungen.

Niederstotzingen/Hürben

Die Ruine Kaltenburg oberhalb der Charlottenhöhle und mit Ausblick auf Hürbe- und Lonetal wurde um 1180 erbaut und im 30-jährigen Krieg zerstört. Dank des Engagements des Schwäbischen Albvereins Hürben und der 2014 gegründeten Interessensgemeinschaft Kaltenburg die Burg wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Denkmaltag gibt es von 11 bis 16 Uhr stündlich Führungen.

Burgberg

Der Historische Mühlenverein öffnet von 11 bis 18 Uhr die Alte Mahlmühle von 1344. Dargestellt wird das Müllerhandwerk anhand des Mühlrades, das mit sechs Metern Durchmesser eines der größten Mühlräder in Deutschland ist. Bei einer Führung durch Mühle mit Museum können eine Getreideschälmaschine, ein zweiter Mahlgang mit Franzosensteinen und ein Walzenstuhl besichtigt werden. Zudem gibt es Handwerksgegenstände aus vergangenen Zeiten oder die heute noch bekannten Burgberger „Endsocken“ zu sehen. Ein Ausstellungsraum ist der aus Burgberg stammenden Maria Gräfin von Linden gewidmet, der ersten Professorin in Preußen.

Herbrechtingen

Die Wasserkraftanlage Gauger hinter dem Kloster (Baujahr 1921), die ursprünglich zum Antrieb der Spinnerei genutzt wurde und heute zur Stromerzeugung eingesetzt wird, kann samt Original-Turbinen besichtigt werden. Geöffnet hat die Anlage von 14 bis 17 Uhr, während dieser Zeit werden Führungen nach nach Bedarf angeboten.

Schnaitheim

Die Michaelskirche, die 1470 erbaut wurde, kann mit Besonderheiten im Inneren aufwarten: ein Kruzifix von 1710, die Orgel von 1712 und die Kanzel von 1716. Die Emporenbilder von 1668 stellen Personen und Motive aus der Bibel dar. Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1828. Geöffnet hat die Kirche von 10.30 bis 17 Uhr. Auch hier gibt es Führungen nach Bedarf.

Söhnstetten

Hier ist die Martinskirche zu besichtigen. 1856 im neoromanischen Stil erbaut, ist sie fast originalgetreu erhalten. Sehenswert sind Architektur, Kanzel, Altar, Chorfenster von Wolf-Dieter Kohler und Ölgemälde von Ernst Heinrich Graeser. Chorraum und Sakristei wurden 2017/18 renoviert. Am 9. September findet um 10 Uhr ein Gottesdienst mit Pfarrer Gerhard Schwarz statt. Bei Führungen um 11.15 sowie um 14.30 Uhr können Besucher von Mitgliedern des Fördervereins mehr erfahren und den Glockenturm besteigen.

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