Neresheim/Katzenstein Einsenbahnfreunde kamen auf ihre Kosten

Bis hier her und (noch) nicht weiter: Bei der Sägmühle hat der Dampfzug aus Neresheim seine Endstation erreicht.
Bis hier her und (noch) nicht weiter: Bei der Sägmühle hat der Dampfzug aus Neresheim seine Endstation erreicht. © Foto: kdk
Neresheim/Katzenstein / Klaus-Dieter Kirschner 14.08.2018
Der Härtsfeld-Museumsbahnverein hat seinen Gästen zwei Tage lang Abwechslung geboten.

Ferienzeit ist Reisezeit, auch wenn die Strecke nur sechs Kilometer misst und einen Bruchteil des Egautals zum Erlebnis werden lässt: Hunderte kamen am Wochenende, teils aus Dresden oder Norddeutschland, zum zweitägigen Eisenbahnfest des Härtsfeld-Museumsbahnvereins.

War am Samstag der Andrang auf dem Gelände der einstigen Centralstation zunächst überschaubar, wurden dann doch die Plätze auf den Bierbänken im Lokschuppen knapp. Zudem kamen Modelleisenbahner bei einem Flohmarkt auf ihre Kosten. Bei einer Oldtimershow standen Straßenfahrzeuge und alte Traktoren im Blickpunkt. Mit zwei Oldtimerbussen ließen sich Besucher zur Burg Katzenstein bringen.

Die Arbeit geht dem Härtsfeld-Museumsbahnverein unter seinem Vorsitzenden Werner Kuhn jedenfalls nicht aus. Vor dem Lokschuppen stand ein alter Schienenbus, mit dessen Aufarbeitung schon begonnen wurde. Wesentlich weiter ist die Dampflok 11, die nach der Streckenstilllegung 1972 unweit vom Neresheimer Bahnhöfle auf einer Verkehrsinsel Denkmallok gewesen war und dabei durch Regen, Wind und Rost sehr gelitten hat. Das Fahrgestell ist quasi fertig, der Führerstand und ein Teil der Armaturen sind schon montiert. Der Kessel befindet sich noch in Darmstadt in der Aufarbeitung. Ein sechsstelliger Betrag ist fällig, bis die 105 Jahre alte Lokomotive wieder Streckendienst versehen kann.

Und es wird auch noch eine Weile bis zur Vollendung des Streckenweiterbaus von der Sägmühle bis zum vor 45 Jahren eingeweihten Härtsfeldsee dauern. Für den Katzenbach, der so gut wie kaum läuft, müssen die Eisenbahnfreunde eine Brücke bauen und auch noch den einen oder anderen Fuß- bzw. Wanderweg neu anlegen.

Das „Liesele“, die Lok Nummer 12, die vor Jahren in Heidenheim Attraktion auf einem Spielplatz war, wird weiter die Eisenbahnwaggons mit Passagieren durchs Egautal kutschieren. Vielen Eisenbahnfreaks ist das Schnauben, das gelegentliche Prusten und Pfeifen der Dampfmaschine großer Sound in den Ohren.

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