Wasser Einsatz für Wiederbelebung des Kindlesbrunnens

Bei Heuchstetten wurden dieser Tage von Interessierten erste Überlegungen für eine Wiederbelebung des Kindlesbrunnens angestellt. Die ummauerte Quellfassung dieser alten Versorgungseinrichtung findet sich in einer Vertiefung neben der Straße nach Gerstetten.
Bei Heuchstetten wurden dieser Tage von Interessierten erste Überlegungen für eine Wiederbelebung des Kindlesbrunnens angestellt. Die ummauerte Quellfassung dieser alten Versorgungseinrichtung findet sich in einer Vertiefung neben der Straße nach Gerstetten. © Foto: Ulrich Bischoff
Heuchstetten / 07.08.2014
Im 130 Einwohner zählenden Heuchstetten gibt es einen Kindlesbrunnen. Die ummauerte Quellfassung liegt in einer Vertiefung neben der Straße nach Gerstetten. Nun ist an eine Wiederbelebung dieser alten Versorgungseinrichtung gedacht.

Am dortigen Quellschacht versammelte unlängst die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Heuchstetten, Lieselotte Fronmüller, und ihr Ehemann Werner neben dem Kreisnaturschutzbeauftragten Andreas Kühnhöfer (Steinheim) und Rektor i.R. Otto Lang (Bräunisheim) auch die Vertreter der Vorstandschaft Andrea Lindmayer und Siegfried Frey sowie die Geographie-Studentin Ameli Lindmayer. Sie alle wollen die Geschichte um die kleine Quelle wiederbeleben.

Der Wasserlauf versorgte bis zum Jahr 1879 das Dorf über eine hölzerne Deichelleitung. 300 Liter pro Stunde lieferte die Quelle – zu wenig für ein wachsendes Dorf. Vor 134 Jahren schloss sich Heuchstetten daher dem Zweckverband der Albwasserversorgung an. In Vergessenheit aber soll der immer noch wasserführende Kindlesbrunnen nicht geraten.

Vielleicht, so Lieselotte Fronmüller, „könnte man die Quellschüttung wieder sichtbar machen“. Für Andreas Kühnhöfer ist Wasser auf der Alb aus Sicht des Naturschutzes „immer interessant“. Er ermunterte daher den Verein. An eine Wiederbelebung der ehemaligen Deichelleitung denkt bei der Dorfgemeinschaft niemand. Ein kleines Biotop unterhalb der Quelle aber wäre erwägenswert, meinen die Vertreter Heuchstettens. Zunächst soll ein Fachbüro zu Rate gezogen werden.