Projekt Ein Musical, das fast ganz Bolheim beschäftigt

Die Bühne wird voll, wenn am 16. Juni das Zirkus-Musical aufgeführt wird.
Die Bühne wird voll, wenn am 16. Juni das Zirkus-Musical aufgeführt wird. © Foto: Oliver Vogel
Bolheim / 16.05.2013
Weil dem Zirkus Buntelli amtlich die Schließung droht, ist die Bolheimer Jugend nicht mehr zu halten. Seit Jahresbeginn proben an die 50 Kinder im Grundschulalter, wie man es anstellt, dass weiter Jongleure, Clowns, Artisten, Zauberer und der starke Otto auftreten können.

„Der Tag, als der Zirkus verboten werden sollte“ heißt das für den Grundschulbereich geschriebene Musical, das am 16. Juni zur Aufführung gebracht werden soll. Drei spannende Proben haben die Kinder noch vor sich, denn jetzt wird zusammengefügt, was man vorab in kleinen Gruppen bereits einstudiert hat. Das Besondere an der Bolheimer Aufführung ist, dass hier gleich mehrere Gruppen auf ein Ziel zuarbeiten.

Der Gesangverein Bolheim, der heuer sein 175-jähriges Bestehen feiert, hatte sich im Ort umgehört und viel gute Resonanz auf den Vorschlag erfahren, miteinander das Musical zu inszenieren. Und so stehen denn auf der Bühne die Tanzmäuse des Sportvereins, Kinder aus dem katholischen Kindergarten St. Martinus, der Kinderchor der Grund- und Förderschule und des Gesangvereins wie Eleven der Ballettschule Letizia Costa. Musikalische Unterstützung gewähren die Musikfreunde Bolheim, die einen Schlagzeuger und zwei Tenorhornspielerinnen ins Zirkusgetümmel entsenden. Dirigiert und koordiniert wird das noch bunte Wirrwarr von Claudia Bühler. Sie formt aus den Teilen ein Ganzes – und noch mehr als das. Es wächst auch Gemeinschaft und Gemeinschaftssinn.

Wenn so viele zusammenwirken, reichen freilich in Bolheim die Räumlichkeiten nicht mehr. Die Aufführung findet deswegen am 16. Juni, um 14 Uhr in der Herbrechtinger Oskar-Mozer-Halle statt. Damit die Kinder nicht nur gut zu sehen, sondern auch gut zu hören sind, hat man ein professionelles Equipment gemietet. Zum Zuschauen dürfen gerne mehr als nur die nächsten Anverwandten kommen. Nach dem Stück werden noch Kaffee und Kuchen serviert – und dann können die erwachsenen Bolheimer zeigen, dass auch sie eine Gemeinschaft sind.