Bilanz Ein Jahr mit weniger Ernstfällen

Am 2. Januar hat es hier schon einmal gebrannt: Der Aussiedlerhof Kerler nahe Gussenstadt. In der Produktionshalle des Hofes wird Tierfutter, darunter Heu, portioniert und in Kunststoffsäcke verpackt.
Am 2. Januar hat es hier schon einmal gebrannt: Der Aussiedlerhof Kerler nahe Gussenstadt. In der Produktionshalle des Hofes wird Tierfutter, darunter Heu, portioniert und in Kunststoffsäcke verpackt. © Foto: Archivfoto: Klaus-Dieter Kirschner
Heuchlingen / Klaus-Dieter Kirschner 30.05.2013
Die Freiwilligen Feuerwehren hatten 2012 insgesamt 1008 Ernstfälle (Vorjahr: 1099) zu bestehen. Diese Zahlen veröffentlichte Kreisbrandmeister Rainer Spahr bei der Kommandanten-Dienstversammlung in Heuchlingen.

Die Einsätze verteilen sich auf die elf (freiwilligen) Feuerwehren wie folgt: Dischingen 23 (Vorjahr: 33); Gerstetten 56 (51), Giengen 149 (208); Heidenheim 419 (530); Herbrechtingen 80 (73); Hermaringen 55 (23); Königsbronn 36 (27); Nattheim 35 (66); Niederstotzingen 31 (15); Sontheim/Brenz 99 (27) und Steinheim 25 (66).

Die Werkfeuerwehren kamen auf diese Zahlen: Werkfeuerwehr Bosch Siemens in Giengen 175 (139); Steiff Giengen 12 (13); Ziegler Giengen 19 (38); Epcos Heidenheim 6 (7); Hartmann Heidenheim 105 (112); Voith Heidenheim 59 (60) und Schwäbische Hüttenwerke Königsbronn 6 (4).

Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der Großbrände um fünf auf elf. Die Werk- oder die Freiwilligen Feuerwehren löschten insgesamt 206 Brände unterschiedlicher Ausdehnung und rückten zu 666 technischen Hilfeleistungen aus. Das Spektrum reichte von der Ölspur bis zur Menschenrettung bei Verkehrs- oder Arbeitsunfällen. Deutlich zurückgegangen ist bei den Freiwilligen Feuerwehren die Tierrettung. Waren 2011 noch 59 Einsätze notiert und abgerechnet worden, musste man sich 2012 nur um elf verirrte Katzen oder Bienenschwärme kümmern. Auf Vorjahresniveau liegen die Zahlen unter dem Stichwort Fehlalarmierung: 33 blinde Alarme waren es bei den Freiwilligen Feuerwehren, dazu kam ein böswilliger Alarm. Die Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen gingen im Jahresvergleich von 144 auf 140 zurück. Sie bewertet Kreisbrandmeister Rainer Spahr „als großes Ärgernis“.

Die Personallage bei den Feuerwehren stellt sich mit Stichtag 31. Dezember 2012 so dar: In den elf Freiwilligen Feuerwehren sind 1368 Feuerwehrleute aktiv, die sieben Werkfeuerwehren umfassen 190 Personen im Einsatz. Die zehn Jugendfeuerwehren haben 310 Mitglieder; in den elf Altersabteilungen sind 616 Senioren registriert. Der einzige Feuerwehr-Spielmannszug im Landkreis gehört zur Feuerwehr Giengen. Die Zahl der Musiker ging von 37 auf 32 zurück. Heuer feiert der Spielmannszug den 50. Jahrestag seiner Gründung.

Der Personalstand der Einsatzabteilungen entwickelte sich eher nach oben: Unter den 1368 aktiven Feuerwehrleuten sind 57 Frauen. Die Feuerwehr Dischingen umfasst 213 (Vorjahr: 186) Mitglieder; Gerstetten: 185 (190); Giengen 140 (140); Heidenheim 201 (199); Herbrechtingen 147 (150); Hermaringen 45 (46); Königsbronn 79 (92); Nattheim 105 (99); Niederstotzingen 56 (52); Sontheim/Brenz 86 (88) und Steinheim: 111 (115).

Die Jugendfeuerwehren nahmen um sechs Personen auf 310 Jugendliche ab. Dischingen 9 (62); Gerstetten 73 (79); Giengen 18 (13); Heidenheim 42 (39); Herbrechtingen 51 (43); Hermaringen 8 (8); Königsbronn 16 (18), Nattheim 14 (25); Niederstotzingen 15 (22) und Steinheim 14 (9).

Die Ehren- bzw. Altersabteilungen sind zahlenmäßig groß: Dischingen 101 Mann (Vorjahr: 94); Gerstetten 76 (74); Giengen 92 (94); Heidenheim 81 (61); Herbrechtingen 46 (45); Hermaringen 24 (25); Königsbronn 30 (30); Nattheim 44 (43); Niederstotzingen 55 (55); Sontheim/Brenz 35 (32) und Steinheim 32 (30).

Bei den Werkfeuerwehren stellt sich die Personallage so dar:

Bosch-Siemens Giengen 42 (42); Steiff Giengen 23 (22); Ziegler Giengen 20 (21); Epcos Heidenheim 22 (18); Hartmann Heidenheim 25 (24); Voith Heidenheim 25 (24) und Schwäbische Hüttenwerke Königsbronn 18 (20).

In der Feuerwache Heidenheim werden die Zentrale Atemschutzwerkstatt und die Zentrale Schlauchwerkstatt unterhalten. Nutznießer sind die Gemeindefeuerwehren und ein Teil der Werkfeuerwehren aus dem Kreis Heidenheim. Bei der Atemschutzwerkstatt sind zusätzlich zwei Freiwillige Feuerwehren von außerhalb des Landkreises als Kunden vermerkt. Hier werden neue Atemschutzgeräte erstabgenommen bzw. bestehende Geräte gewartet oder instandgesetzt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel