Kunst Ein Graffiti im Hinterhof gefällig?

Sind für die Sprühereien im Evangelischen Kinderzentrum verantwortlich: Grafiker Michael Müller sowie die Elternbeiräte Tanja Franca (kniend) und Sylvia Lanzinger.
Sind für die Sprühereien im Evangelischen Kinderzentrum verantwortlich: Grafiker Michael Müller sowie die Elternbeiräte Tanja Franca (kniend) und Sylvia Lanzinger. © Foto: Ricarda Flämig
Herbrechtingen / RICARDA Flämig 13.05.2013
Graffitis erfreuen sich nur selten großer Beliebtheit. Nicht so im Evangelischen Kinderzentrum an der Eselsburger Straße. Dort wurden zwei Wände im Hinterhof optisch aufgewertet – mit Sprühdosen.
Die Umbauarbeiten im Evangelischen Kinderzentrum verlaufen planmäßig, die Renovierung ist so gut wie abgeschlossen. In zwei Wochen sollen alle Arbeiten beendet sein und die Kindergarten- und Hortkinder, die derzeit in der Bolheimer Lindenbergschule untergebracht sind, ihr Domizil an der Eselsburger Straße wieder bezogen haben. Am Samstag, 22. Juni, findet die offizielle Eröffnungsfeier statt.

Doch nicht nur von innen erstrahlt der Kindergarten in neuem Glanz, auch der Außenbereich wurde verschönert. Schmuckstück der Außenanlage wird die überdachte Grillstelle, die einen neuen, etwas ungewöhnlichen Anstrich erhielt. Grafiker Michael Müller ließ sich für die jungen Bewohner etwas ganz Besonderes einfallen und sprühte aus der Hand heraus, ganz ohne Schablone, in Graffiti-Form die Symbole und Maskottchen der vier Gruppen an die Wände.

Engagiert hatten den Neu-Ulmer Sprayer die Elternbeiratsvorsitzende Tanja Franca und ihre Stellvertreterin Sylvia Lanzinger, die sich gemeinsam um die Gestaltung der Außenfläche kümmern. Beide Mütter hatten bereits die Zimmerwände ihrer Kinder von Müller gestalten lassen. Dieser ließ sich schnell für das Projekt gewinnen – und arbeitete ehrenamtlich.

„Die dunklen, grauen Wände rund um die Grillstelle waren schon immer sehr trist, wir haben uns überlegt, wie sich diese verschönern lassen und kamen auf Michael“, erklärt Tanja Franca. Nach 14 Sprühdosen und fünf Stunden Arbeit waren neben einer Eule und einem Fuchs auch eine Maus sowie ein Bär entstanden, Landschaft inklusive. Nicht nur den beiden Söhnen von Sylvia Lanzinger gefiel das Ergebnis, auch die Initiatorinnen und der Künstler selbst waren mit dem Ergebnis rundum zufrieden.
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