Bolheim Drei tapfere Teilnehmer packten den 24-Stunden-Lauf

Elf Wanderer gingen an den Start des kräftezehrenden „Alb-Hammer 24“. Drei erreichten schließlich das Ziel in Bolheim.
Elf Wanderer gingen an den Start des kräftezehrenden „Alb-Hammer 24“. Drei erreichten schließlich das Ziel in Bolheim. © Foto: privat
Bolheim / HZ 20.06.2018
Bolheim war Start und Ziel der 70- und 100-Kilometer-Wanderung „Albhammer 24“, die die Turner des Sportvereins organisierten.

Elf Teilnehmer wollten wissen, wie sich ein Alb-Hammer anfühlt. Unter diesem Titel hatte die Turnabteilung des SV Bolheim zum zweiten Mal eine 24-Stunden-Wanderung vorbereitet. Start war am Freitag um 18 Uhr an der Bolheimer Buchfeldhalle. Zwei Strecken standen zur Wahl.

Die kürzere mit 70 Kilometern führte von Bolheim über den Rüblinger Hof, Gerstetten und Gussenstadt zur DAV-Hütte nach Steinenkirch. Anschließend ging es weiter über Böhmenkirch, am Bärenberg vorbei nach Lauterburg, Tauchenweiler, Zang, Heidenheim und zurück nach Bolheim.

Die große Runde über 100 Kilometer verlief mit einer zusätzlichen Schleife über Heldenfingen durch das Hungerbrunnental zur DAV-Hütte und anschließend nach Böhmenkirch durch den Wald in Richtung Bargau, durch Heubach und wieder hinauf nach Lauterburg. Ab dort ging es durch den Wald zum Volkmarsberg bei Oberkochen, weiter nach Königsbronn, zur Heiderose bei Steinheim, nach Küpfendorf und schließlich zurück nach Bolheim.

Nachts kam die Polizei

Gegen 23 Uhr trafen beide Gruppen fast zeitgleich in der DAV-Hütte ein, wo bereits ein ausgiebiges Vesper wartete. Gegen 0.30 Uhr ging es weiter. Kurz nach Böhmenkirch wurde die 70-km-Gruppe von einem Jäger angesprochen. Die Erklärung, man befinde sich auf einer 24-Stunden-Wanderung, schien ihn allerdings nicht überzeugt zu haben. Denn etwa eine halbe Stunde später stoppten zwei Streifenwagenbesatzungen die Gruppe. Der Jäger hatte die Beamten alarmiert, weil er gedacht hatte, bei der Gruppe handle es sich um Tierschutz-Aktivisten, die illegal Filme von einem nahegelegenen Mastbetrieb gemacht hätten. Nach einem Plausch mit den Polizisten konnten die Wanderer wieder ihres Wegs gehen. Pünktlich um 6 Uhr gab es das vom Versorgungsteam vorbereitete Frühstück. Danach gaben allerdings mehrere Läufer aufgrund von Kreislauf-, Knie- und Hüftproblemen sowie großen Blasen an den Füßen auf. Zwar kamen noch ein paar Einsteiger hinzu, die nur die Tagestour mitlaufen wollten, letztendlich schrumpfte die Gruppe aber auf sieben Personen und so beschloss man, den Rest der 70-km-Strecke gemeinsam zu laufen.

Am Ende gab es drei Bezwinger

So machte sich die verbliebene Gruppe auf den Weg über Tauchenweiler nach Zang. Weil es bei Ankunft für das geplante Mittagessen noch zu früh war, entschloss man sich kurzfristig, bis zum Heidenheimer Jahnhaus weiter zu marschieren. Trotz Stärkung gaben weitere Teilnehmer auf, sodass am Ende nur drei tapfere Wanderer den Ausgangspunkt in Bolheim erreichten.

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