Söhnstetten/Gnannenweiler Drei gerissene Rehe in kurzer Zeit entdeckt

Totes Reh. Symbolfoto.
Totes Reh. Symbolfoto. © Foto: Vitezslav Halamka, stock.adobe.com
Söhnstetten/Gnannenweiler / Patrick Vetter 14.05.2018
Zwischen Gnannenweiler und Söhnstetten wurden von Hund und Fuchs getötete Rehe gefunden.

Innerhalb der letzten Wochen fand man zwischen Söhnstetten und Gnannenweiler drei gerissene Rehe. Ein Wolf hat damit aber nichts zu tun. Zwei der von Passanten und dem Jagdpächter entdeckten Tiere wurden von je einem Hund und einem Fuchs gerissen. Bei dem dritten Reh sei laut Revierförster Andreas Kühnhöfer noch unklar, wovon es getötet wurde.

Die Gemeinde Steinheim zeigt sich zuversichtlich den Besitzer des jagenden Hundes auszumachen. „Wir sind auf einem guten Weg, den Verantwortlichen zu finden“, so Petra Diepold vom Ordnungsamt. Welche Strafen gerissenes Wild für den Hundebesitzer bedeutet, könne man jetzt noch nicht sagen. Man habe auf jeden Fall ein Auge auf die Angelegenheit und auf den betroffenen Abschnitt im speziellen, so Diepold. Genaueres könne aus ermittlungstechnischen Gründen noch nicht bekanntgegeben werden.

Hunde reißen schon immer Rehe

Es sei ungewöhnlich, dass die Vorfälle jetzt gehäuft aufträten, generell seien aber immer wieder Rehe von Hunden erlegt worden, erklärt Revierförster Andreas Kühnhöfer. Mit der beginnenden Jagdsaison im Mai fielen Fälle von gerissenen Tieren wieder mehr auf. „Die Jäger sind jetzt wieder vermehrt im Wald unterwegs und bemerken die Fälle“, so der Revierförster.

Dass jemand seinen Hund gezielt auf das Wild losließ, hält er für ausgeschlossen. Wahrscheinlicher wäre, dass es sich um einen streunenden Hund handle. Ein Reh wurde in der Nähe eines Weges gefunden, die anderen beiden weiter abseits des Pfades. Alle drei Rehe seien im Wald oder am Waldrand gerissen worden. Im Frühjahr würden auch vermehrt Rehe totgefahren. Das ist laut Kühnhöfer nicht ungewöhnlich, da die Tiere auf Reviersuche nun Straßen überquerten.