Sontheim im Stubental Dorf-Art war ein großer Besuchermagnet

Eindrücke von Dorf-Art: Oldtimer auf der Wiese des Hofs Künzel, Flamenco vor dem Dorfhaus und ein Blick in den Fledermaus-/Bierkeller des „Rössle“. Mehr Bilder: www.hz.de
Eindrücke von Dorf-Art: Oldtimer auf der Wiese des Hofs Künzel, Flamenco vor dem Dorfhaus und ein Blick in den Fledermaus-/Bierkeller des „Rössle“. Mehr Bilder: www.hz.de © Foto: Fotos: Klaus-Dieter Kirschner
Sontheim im Stubental / Klaus-Dieter Kirschner 10.07.2018
Rund 2500 Besucher waren am Samstag in Sontheim auf den Beinen. Die Ausstellung fand nach neun Jahren Pause wieder statt.

Was für ein tolles Ereignis im kleinen Dorf am Fuße des Burgstalls: In Sontheim im Stubental waren am Samstag so viele Leute unterwegs, wie sonst nicht einmal beim Dorffest. Der Grund? Nach neun Jahren Pause wurde wieder einmal Dorf-Art veranstaltet – an insgesamt 19 verschiedenen „Locations“.

Der Vorsitzende des Vereins Altes Backhaus, Hans-Peter Mack, und „Charly“ Richter als Vorsitzender des Gesangvereins Eintracht konnten sich am Abend zufrieden die Hände reiben: Alles hat gepasst, das Wetter, die prima Stimmung unter den Besuchern und natürlich die Fülle an Angeboten der Gastgeber. Da waren die Musiker, aber auch die Aktiven der Chöre, die es an verschiedenen Plätzen herrlich klingen ließen.

Ziemlich ins Schwitzen kamen die Flamenco-Tänzerinnen vor dem Dorfhaus bei ihren Auftritten. In der Schreinerei Seybold faszinierte nicht nur die hohe Holzkunst, sondern auch Oktangemälde. Dem Künstler Hans-Dieter Seybold hat es die Fliegerei angetan, wobei das Bild von den Mauerseglern hoch über dem Steinheimer Becken als „unvollendet“ präsentiert wurde: Es fehlen halt noch ein paar Häusle aus Sontheim.

Gia Sautter machte Freude mit ihren Gemälden zwischen Kräutern und anderen Pflanzen. Ziemlich lebensecht wirkten die Figuren aus Filz oder aus Holz. Sieglinde Wiese betrieb einen regen Handel mit (gemalten) Katzen zugunsten des Vereins, in dem Gesunde und Behinderte reiten. Bei Hans-Peter Mack auf seinem Biohof fanden die Kinder nicht bloß einen Streichelzoo mit kleinen Zicklein, sondern auch einen Barfußpfad vor. Eine Oldtimershow weckte Erinnerungen an früher, als die Landwirtschaft und andere noch mit deutlich weniger PS auskamen und keiner sich für Dieselwolken oder Feinstaub interessierte.

Richtige Brummer aus unterschiedlichem Metall sind die Kunstwerke im Hause Preiß/Hauber. Dort werden mit Hingabe auch uralte Autos und andere Fahrzeuge restauriert. Gegen Spende konnte man sich bei den Landfrauen vor der Alten Molke an Kaffee und Kuchen laben und gegen Abend „Zwiebelplatz“ zwischen die Zähne schieben. „Et dahoim“ waren die Fledermäuse beim Tag der offenen Tür im einstigen Bierkeller des „Rössle“: Dort wiederum, am gleichnamigen Gasthof im Ortszentrum, wurde gegrillt.

Ganz zum Schluss fand sich dann am Dorfhaus noch eine fröhliche Runde ein, um mit der „Eintracht“ romantisch singend einen wunderbaren Tag ausklingen zu lassen. Aber da waren die meisten der geschätzt 2500 Besucher schon wieder „dahoim“ oder ein Bruchteil davon bei der Serenade des Musikvereins im Klosterhof.

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